Die Potsdamer Straße emanzipiert sich, wie ein Straßenführer belegt

Schöneberg. Sie durchquert die sozialen Brennpunkte des Schöneberger Nordens. Sie wird von Einheimischen gern geschmäht und ist von Touristen noch wenig entdeckt: die Potsdamer Straße.

Dass die "Potse" ganz anders ist, belegt ein Straßenführer. "Geheimtipps Potsdamer Straße" ist jetzt in zweiter Auflage erschienen.

Geheimtipps sind allemal Ayhan Yenei und Halit Sorgun mit ihrem Restaurant-Laden "Atlantik Fisch" oder Fatih Tonbuls Laden, eine Mischung aus Fahrradwerkstatt und Schätzen aus vergangener Zeit. Oder Enver Akkus’ "Café Peri" direkt am Kleistpark. Hier erwartet die Gäste eine Fülle anatolischer Spezialitäten.

Der Straßenführer ist Teil des vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden (Soziale Stadt) geförderten Projektes "gemeinsam wirtschaften an der potsdamer". Gestartet wurde es im November 2010 und läuft zunächst bis Ende dieses Jahres. Träger des Projekts ist die Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotenziale "Lok.a.Motion", Projektmanagerin Mina Dienkhah. Der Straßenführer gebe den Gewerbetreibenden ein Gesicht, weil er ihre spannenden Lebensgeschichten erzählt, meint die Stadträtin für Gesundheit und Soziales, Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne), bei der das Quartiersmanagement seit zweieinhalb Jahren angesiedelt ist.

Gemeinsam wirken

Es gehe um Standortbelebung und die Entwicklung einer Ökonomie vor Ort, beschreibt Lok.a.Motion-Geschäftsführerin Maria Kiczka-Halit die Ziele des Vorhabens. Die Geschäftsleute in der Straße sollen sich untereinander besser kennen lernen, Probleme besprechen und gemeinsame Pläne schmieden. Gemeinsame Aktionen der Unternehmer, wie vielleicht demnächst ein Straßenfest nach dem Vorbild der Kastanienallee in Prenzlauer Berg, wirkten sich positiv auf das Straßenbild wie auf den wirtschaftlichen Erfolg der Beteiligten aus, ist Kiczka-Halit sicher.

Die neue Ausgabe des Straßenführers in einer Auflage von 4500 Exemplaren ist bei den Gewerbetreibenden, in Hotels und öffentlichen Einrichtungen ausgelegt. Es gibt ihn aber auch online unter www.lok-berlin.de.


Karen Noetzel / KEN
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