Erdreich an der Bautzener Straße musste abgetragen werden

Schöneberg. Der gesamte Bereich rund um die Baustelle zwischen Bautzener Straße und der S-Bahnlinie 2 war Anfang März abgesperrt. Wo derzeit der nördliche Teil des Nord-Süd-Grünzugs entsteht, waren Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Deshalb, so erklärte der für das Bauwesen zuständige Stadtrat Daniel Krüger (CDU), habe die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kurzfristig angeordnet, dass im Böschungsbereich entlang der Bautzener Straße zwischen Monumentenbrücke und Großgörschenstraße das Erdreich "stärker abgetragen werden muss als bisher geplant". Im Durchschnitt sei eine Schicht von 20 bis 30 Zentimetern entfernt worden. Denn nachdem hier bei Bauarbeiten eine Handgranate gefunden worden war, sei nicht auszuschließen gewesen, dass noch mehr kleinteilige Munition und Kampfmittel herumliegen könnten. Größere Kampfmittel seien allerdings nicht zu vermuten gewesen. "Sie können davon ausgehen, dass die Absperrungen dann anders ausgesehen hätten", so Krüger. Das fortgeschaffte Erdreich wird vor der Neubepflanzung durch neue Erde ersetzt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen keine weiteren Bäume gefällt werden. "Und bei einer späteren Bepflanzung an diesen Stellen wird der Munitionsbergungsdienst anwesend sein", so Stadtrat Krüger.

Wohnungen am Grünzug

Ob durch das Abtragen des Erdreichs nicht doch auch vereinzelt Wurzeln geschädigt worden seien, lasse sich freilich nicht sagen. Die Mitteilung über den Munitionsfund habe er vor allem veröffentlicht, um bei den Anwohnern nicht den Eindruck zu hinterlassen, er halte sich nicht an die Abmachungen über die vorgesehenen Arbeiten. Im Böschungsbereich westlich der Bautzener Straße entlang der S 2 zwischen Monumentenbrücke und Großgörschenstraße wird im Rahmen des Bund-Land-Förderprogramms "Stadtumbau West" der nördliche Teil des Grünzugs angelegt, der das Südgelände mit dem Potsdamer Platz verbinden soll.

Auf dem Privatgelände nördlich davon zwischen Großgörschen- und Yorckstraße ist eine Wohnbebauung geplant.


Ralf Liptau / flip
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