Euref gewinnt "Immobilien-Oscar"

Vor knapp drei Jahren ließ Euref vorführen, wie der Gasometer saniert werde. Daraus wird erst mal nichts. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Das Unternehmen Euref, das das Areal rund um den Gasometer entwickelt, ist vom Immobilien-Manager-Verlag mit dem "Immobilienmanager Award 2014" in der Kategorie Stadtentwicklung ausgezeichnet worden. Im Bezirk werden die Töne derweil kritischer.

Der Preis, der in der Branche als "Immobilien-Oscar" bezeichnet wird, wurde im Februar zum sechsten Mal vergeben. In 14 Kategorien werden erfolgreiche Persönlichkeiten, Projekte und Unternehmen ausgezeichnet. Die Pläne für das Euref-Gelände hätten vor allem wegen der CO 2 -neutralen, dezentralen Energieversorgung überzeugt. Zudem - und das kam ebenfalls gut an - unterhält die TU Berlin hier Masterstudiengänge zum Themenfeld Stadt und Energie. Euref-Vorstandsvorsitzender Reinhard Müller freute sich. Er und seine Mitarbeiter seien allein durch die Nominierung "von großem Stolz erfüllt" gewesen. Im Bezirk sieht man derweil kritischer auf Müllers Gebaren: Seine Ankündigung in der Berliner Woche, wonach der Gasometer erst einmal nicht - wie ursprünglich versprochen - von Grund auf saniert werde, sorgte in der vergangenen Sitzung der Bezirksverordneten für Empörung. Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (B’90/Grüne) betonte abermals, dass die aktuellen Ankündigungen des Investors "im Widerspruch zu allen Kenntnissen, Diskussionen und Absprachen der letzten Jahre" stehe. Sie habe von der Sanierungsabsage erst aus der Berliner Woche erfahren und Müller nun dringend um Vereinbarung eines Termins zum Gesamtkomplex gebeten. flip


Ralf Liptau / flip
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