Hanns Eisler und die Frauen

Steglitz. Der Komponist Hanns Eisler steht im Mittelpunkt eines musikszenischen Abends am 9. und 10. Februar in die Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 55.

Hanns Eisler saß meistens zwischen den Stühlen: von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungen, von den US-Behörden dann als "Karl Marx der Musik" ausgewiesen, in der DDR des "Formalismus" verdächtigt. Dabei hatte der Zwölftonkomponist, Weggefährte Brechts und Vertoner nicht nur vieler seiner Lieder, sondern auch der von Johannes R. Becher geschriebenen DDR-Nationalhymne, das Glück, an seiner Seite ebenso schöne wie intelligente und tatkräftige Frauen zu haben. Seine erst seit Kurzem zugänglichen Briefe zeigen Eisler als spontanen Menschen - in seiner Liebe genauso wie in seinen Abneigungen. Graziella Rossi, Anna von Schrottenberg und Helmut Vogel setzen die Briefe des deutschen Komponisten in Szene. Musikalisch begleitet werden sie von Heinrich Mätzener an der Klarinette und Christoph Keller am Klavier.

Das Konzert am Sonnabend, 9. Februar, beginnt um 20 Uhr. Am Sonntag, 10. Februar, geht es bereits um 19 Uhr los. Der Eintritt kostet an beiden Abenden 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Eintrittskarten gibt es unter 61 28 84 61 oder auf www.hanns-eisler.de.

Karla Menge / KM
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden