Bayer fördert Biotech-Firmen und bietet Labore

Sabine Stuckert von der Biotechfirma provitro fertigt im neuen Labor Gewebeschnitte für die Forschung an. (Foto: Bayer Pharma AG)

Wedding. Unter dem Namen CoLaborator hat Bayer HealthCare auf dem Gelände in der Müllerstraße 178 einen Forschungsinkubator für junge Life-Sciences-Unternehmen eröffnet.

Mit der Calico GmbH, der DexLeChem GmbH und der provitro AG sind die ersten drei Biotech-StartUps in das neue Laborgebäude gezogen. Bis zu neun kleine Firmen sollen zukünftig in dem rund 800 Quadratmeter großen Laborgebäude forschen und von der Pharmaexpertise der Weddinger Pillenfabrik profitieren.

Die Bayer AG hatte 2006 Berlins Traditionsunternehmen Schering übernommen. Die Tochter Bayer HealthCare forscht und produziert in Wedding und will von der Kooperation mit den jungen Biotechs profitieren. Bayer kann mit den StartUps neue Ideen und Produkte entwickeln. Die Jungunternehmer arbeiten mit den Bayer-Wissenschaftlern zusammen. Im neuen CoLaborator mieten die jungen Life-Sciences-Unternehmen vollständig eingerichtete Forschungslabore und Büroräume. Bedingung ist, dass das Forschungsfeld zu den Bayer-Interessen passt. "Wir wollen junge Unternehmer dabei unterstützen, ihre innovativen Ideen zügig erproben zu können", sagte Professor Dr. Andreas Busch, Leiter der Medikamentenforschung bei Bayer HealthCare, bei der Eröffnung. Mit dem CoLaborator fördere der Pharmakonzern den wissenschaftlichen Austausch.

Das Weddinger Gemeinschaftslabor ist bereits das zweite von Bayer. Ein erster Forschungsinkubator wurde 2012 in Mission Bay in San Francisco in unmittelbarer Nachbarschaft zu den dortigen Bayer-Forschungslaboren eröffnet. Alle CoLaborator-Mieter haben die Möglichkeit, international an den beiden CoLaborator-Standorten zu arbeiten und sich auszutauschen.

Ziel des weltweiten Inkubatorkonzepts ist es, akademische Forscher von jungen Unternehmen aus dem Life Science Bereich beim Aufbau ihrer Forschungslabore zu unterstützen. Die Firmen bleiben unabhängig, bekommen jedoch zusätzlich zur umfangreichen Labor- und Büroinfrastruktur auch Zugang zu der weltweiten Expertise und dem Bayer-Forschungsnetzwerk. "Mit dem CoLaborator-Konzept wollen wir neue Formen von Forschungspartnerschaften ermöglichen, gemeinsam an neuen Ideen arbeiten und Risiko sowie Erfolg teilen", sagte Andreas Busch, Mitglied des Bayer HealthCare Executive Committee. Die Bayer Pharma AG hat durch die enge Zusammenarbeit mit den jungen Biotech-Firmen natürlich auch ersten Zugriff auf Produkte, die für den Pharmariesen interessant sind.


Dirk Jericho / DJ
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