Eltern und Kinder kommen gerne ins Familienzentrum

Dieses T-Shirt, das Carola Pieczynski in den Händen hält, entwarf eine Mutter. Künftig kann es auch von anderen bei Aktionen getragen werden. (Foto: BW)

Weißensee. Es ist inzwischen ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Eltern aus dem Kiez: das Familienzentrum in der Hansastraße 88.

Der Hansakiez befindet sich ganz am Rande des Ortsteils Weißensee. Das Neubaugebiet entstand noch zu DDR-Zeiten. Es ist eine Plattenbausiedlung, in der heute etwa 600 Menschen leben. Dort gibt es leider keinen Kinder- und Jugendklub. Alle paar Wochen kommt mal das Spielmobil Pankow zu einer mehrtägigen Stippvisite in den Kiez. Sonst ist hier nicht viel los.Damit die Kiezbewohner endlich einen Treffpunkt erhalten, richteten Wohnungsbaugesellschaft Gesobau und Johanniter-Unfall-Hilfe das Familienzentrum ein. Koordiniert werden dessen Angebote von Carola Pieczynski. "Was bei uns stattfindet, orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, deren Eltern, aber auch anderer Kiezbewohner", erklärt die Koordinatorin. Wichtig sei ihr, dass sie den Nutzern des Familienzentrums nichts vorsetze. Sie rege sie nur zum Mitmachen, zur Mitgestaltung und zur Umsetzung eigener Ideen an.

Unter anderem bietet das Familienzentrum Hausaufgabenhilfe und Lernunterstützung an. Diese wird von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Anni Herrmann betreut. Des Weiteren steht montagnachmittags Tischtennisspielen für Kinder und Eltern auf dem Programm. Dienstagnachmittags findet für Kinder indes ein kreatives Spielen und Basteln statt. Freitagnachmittags sind Kinder zum "kreativen Sport" sowie zum "Kreativen Tanz", vor allem Hip-Hop, willkommen. Jeden zweiten Mittwoch veranstaltet das Familienzentrum einen Eltern-Kind-Freunde-Treff. Neben den einzelnen Treffen bietet es aber vor allem auch Beratungen rund um Erziehung und Familie an. Aber auch für eine kostenfreie Rechtsberatung können Kiezbewohner Termine vereinbaren.

Die Familien, die die Koordinatorin und das Zentrum in der Hansastraße 88 kennengelernt haben, gewinnen rasch Vertrauen. "Sie merken, dass hier jemand ist, der ihnen zuhört und ihre Probleme ernst nimmt", sagt Carola Pieczynski. Für manche ist der Treff inzwischen fast zu einem zweiten Zuhause geworden. Die Koordinatorin kann sich deshalb auch über ehrenamtliche Helfer freuen, die sie zum Beispiel bei Malerarbeiten oder bestimmten Angeboten unterstützen. Ab 18. November findet ganz neu montags ein Kieztreff statt. Anwohner sind von 20 bis 21.30 Uhr zum Plauschen, zu kreativer Handarbeit oder sportlichen Aktivitäten willkommen. Neben den Eltern und Kindern ist im Treff auch die ältere Generation willkommen. Viele der Kinder, die im Kiez leben, haben keine Großeltern in der Nähe. Deshalb sind der Koordinatorin ältere Menschen willkommen, die Lust und Geduld haben, sich mit Kindern aus der Nachbarschaft zu beschäftigen.

Dass es für das Familienzentrum inzwischen viel Zuspruch gibt, merkt Carola Pieczynski immer wieder auch an netten Gesten. Eine Mutter überraschte sie kürzlich mit einem selbst gestalteten T-Shirt "Nur zusammen sind wir stark!". Mit ihr vereinbarte die Koordinatorin, dass andere Eltern solch ein T-Shirt im Familienzentrum bestellen können. "Das tragen wir dann künftig bei gemeinsamen Aktionen im Kiez", erklärt Carola Pieczynski.

Wer sich mit Ideen in die Arbeit des Familienzentrums einbringen oder mehr zu den Angeboten wissen möchte, kann sich an Carola Pieczynski unter 30 34 86 60 oder per E-Mail an familienzentrum.berlin@johanniter.de.

Bernd Wähner / BW
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