Busen bleibt befristet verhüllt: Flaggen vor Villa Kalé weisen auf Kulturjahr hin

Berlin: Riemeisterstraße |

Zehlendorf. Die barbusige Frauenskulptur im Giebel der Villa Kalé bleibt bis Ende des Jahres verhüllt. Dann soll sie wieder in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern sein.

Der Anlass für die Anbringung Flaggen Deutschlands und des Emirats Katar: Katar feiert 2017 ein bilaterales Kulturjahr in Deutschland. „Die Festlichkeiten wurden nun auf das Arabische Kulturhaus „Der Diwan“ (früher Villa Kalé) in Zehlendorf erweitert, wo Flaggen beider Länder gehisst wurden, um den Kulturaustausch und das Feiern von Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden zu würdigen“, heißt es auf der Internetseite der Botschaft Katars.

Das Kulturjahr ist eine Initiative der Katar Museen, welche das Land einem breiteren, internationalen Publikum vorstellen wollen. Einen ähnlichen Austausch gab es bereits mit Frankreich, Großbritannien, China und Japan.

„Die Idee besteht darin, die kulturellen Aktivitäten zwischen den beiden Ländern zu verstärken, denn durch den Aufbau einer kulturellen Brücke kann ein besseres Verständnis für einander und damit weitere wirtschaftliche und politische Beziehungen entwickelt werden“, sagt der Botschafter Katars in Berlin, Saoud Bin Abdulrahmann Al-Thani.

Die Verhüllung vor rund zwei Wochen sorgte für Verwirrung und führte zu der Vermutung, das streng muslimische Emirat hätte aus religiösen Gründen die Frauenfigur den Blicken entzogen.

Katar erwarb die denkmalgeschützte Villa Kalé 1997 an der Ecke Schützallee und Riemeisterstraße 1997. Die in Aussicht gestellten Sanierungsmaßnahmen des zusehends verfallenden Gebäudes verzögerten sich jahrelang. Erst 2015 begannen die Bauarbeiten, jetzt ist die Sanierung abgeschlossen. Das Emirat will die Villa als Gästehaus nutzen. uma

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