S-Bahnhof: Neuer Estrich macht Durchgang sicherer

Glätte-Gefahr gebannt. Statt Fliesen gibt es jetzt griffigen Estrich am S-Bahn-Durchgang Zehlendorf. (Foto: M. Schmidt)

Zehlendorf. Fußgänger am Teltower Damm können wieder sicherer durch den S-Bahnhof gelangen. Für knapp 28 000 Euro hat das Bezirksamt dem Durchgang vor der Treppe zum Bahnsteig einen rutschfesten Belag verpasst.

Die historischen Fliesen im ältesten Berliner Bahnhof ließen sich nach den Worten von Christa Markl-Vieto (Grüne) nicht mehr anrauen. Die auch für Tiefbau zuständige Stadträtin: "Wir haben alles mit Beton aufgeschüttet, ehe sich die Leute die Beine brechen." Dabei mussten zahlreiche Vorschriften im denkmalgeschützten Bauwerk beachtet werden.Von den alten Fliesen habe man sich nach Auskunft von Martin Müller-Ettler trennen müssen. Für knapp 28 000 Euro, so der Leiter des Tiefbauamtes, habe seine Behörde einen Guss-Asphalt-Estrich auftragen lassen, der auch bei Schnee- und Regenwetter die Grenzwerte für Griffigkeit einhält. Vorherige Versuche eineinhalb Jahre zuvor, die Fliesen rutschfester zu machen oder andere weniger glatte zu verlegen, seien gescheitert. Auch Maßnahmen, den Durchgang im Winter regelmäßig von Schnee zu befreien, führten nicht weiter. Beim Bau der Station 1838 bis weit in das 20. Jahrhundert hinein waren Fliesen im Boden üblich. Heute, sagt Müller-Ettler, seien sie geschlossenen Räumen vorbehalten. Vor einigen Jahren hatte sich die Behörde seinen Angaben zufolge mit der S-Bahn darauf verständigt, dass für die Unterführung der Bezirk zuständig sei. Denn nicht nur S-Bahn-Passagiere benutzen die Passage, sondern alle Fußgänger, die am Teltower Damm unter den Gleisen durchwollten.

Der neue Untergrund stößt durchweg auf Zustimmung. Der Gemüsehändler gegenüber dem Treppenaufgang zum Bahnsteig wie auch Passanten fühlen sich sicherer auf dem neuen Estrich. Gerade für alte oder gehbehinderte Menschen sei das Laufen jetzt sicherer, sagt Antonia Krizmanic, die regelmäßig hier vorbeigeht. Zum anderen seien Leute, die vom Bahnsteig herunterkommen, durch den weißen Streifen gewarnt, so die 67-Jährige.


Martinus Schmidt / mst
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