Am 7. November wird der Opfer des NKWD-Lagers gedacht

Alt-Hohenschönhausen. Zum Gedenken an die Menschen, die 1945/1946 im Internierungslager des sowjetischen Geheimdienstes NKWD umkamen, lädt der Bezirk am 7. November ein.

Zwischen Mai 1945 und Oktober 1946 wurden im Speziallager Nr. 3 des sowjetischen Geheimdienstes in der Genslerstraße rund 20 000 Menschen interniert. Heute wird der rund 2000 dort Hunger, Kälte und Krankheit zum Opfer gefallenen Menschen mit einem sogenannten DenkOrt gedacht. Das Steinfeld wurde 1998 auf dem städtischen Friedhof Hohenschönhausen in der Gärtnerstraße eingerichtet. Denn dort wurden die Gebeine der im Umfeld des Lagers gefundenen namenlosen Toten bestattet.

Am 7. November gedenken das Bezirksamt Lichtenberg und die Bezirksverordnetenversammlung gemeinsam mit Angehörigen und Hinterbliebenen. Um 14 Uhr werden am DenkOrt Blumen niedergelegt. Wolfgang-Christian Fuchs, Beauftragter der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft und Vorsitzender der Internationalen Assoziation der ehemaligen Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft wird eine Gedenkrede halten, für das musikalische Programm sorgen die Schüler des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums.

Im Anschluss an die Blumenniederlegung lädt das Bezirksamt zu einem Empfang in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, ein. Dort wird ein soeben erschienenes Totenbuch vorgestellt, das erstmals alle bislang bekannten Namen der Opfer des NKWD-Speziallagers Nr. 3 enthält.


Karolina Wrobel / KW
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