Saisonstart an der Lohmühlenstraße

Der Design- und Trödelmarkt SoLoh findet ab sofort wieder bis Ende November zwischen Lohmühlen- und Jordanstraße statt. (Foto: marktplaner)

Alt-Treptow. Mit Beginn des Frühlings kommen auch wieder die Kunstmärkte in die Bezirke. Pünktlich zum Frühlingsanfang startete der SoLoh-Markt an der Lohmühlenstraße.

Der Name wird aus den Worten Sonntag und Lohmühlenstraße gebildet. Bis Ende November werden "diemarktplaner" aus Neukölln an jedem Sonntag von 12 bis 18 Uhr den Platz zwischen Görlitzer Park und Schlesischem Busch mit Leben füllen. "Wir haben im vergangenen Jahr ab September mit dem neuen Markt zwischen Lohmühlen- und Jordanstraße begonnen", berichtet Marktplaner Nikolaus Fink. Er soll sich von den anderen Wochenmärkten unterscheiden. Es werden hauptsächlich Kunst und Kunsthandwerk angeboten. "In diesem Jahr haben wir aber auch noch den Trödelmarkt dazu genommen."

Mit seiner Idee für einen Kunstmarkt ist Nikolaus Fink vor drei Jahren an der Schwedter Straße in Prenzlauer Berg gestartet. Doch der Platz erwies sich bald als zu klein. Zu groß war das Interesse bei den Besuchern und auch bei den Künstlern. Auf der Suche nach einem neuen Standort wollten die Markplaner zunächst an das Görlitzer Ufer ziehen. "Doch dann haben wir gesehen, dass die Voraussetzungen auf der anderen Seite viel besser sind", sagte Nikolaus Fink.

Hier gibt es nichts von der Stange. Alle Verkäufer haben ihre Produkte selbst hergestellt. Der neue Markt liegt an der Schnittstelle von drei Bezirken: Neukölln, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg. "Wir haben gesehen, dass vor allem am Wochenende hier viele junge Leute unterwegs sind", begründete Nikolaus Fink die Entscheidung für den Standort. "Außerdem gibt es die Kunger-Kiez-Initiative, mit der wir sehr gut zusammenarbeiten."

Das Konzept für den Markt hat sich nun seit drei Jahren bewährt. In diesem Jahr werden auch noch Speisen und Getränke angeboten. Die Planer wollen auch Gewerbetreibende und Händler aus dem Kiez einbeziehen. "Im Wohngebiet gibt es eine gute Mischung aus jungen Familien und alteingesessenen Bewohnern", meinte Nikolaus Fink. Er möchte eine Brücke schlagen zwischen den Generationen und für alle etwas anbieten. "Im Sommer kommen viele Besucher, die sich in den Grünanlagen oder am Landwehrkanal erholen wollen", erzählt er. Die alte Bahnverbindung mit dem Görlitzer Bahnweg wird von vielen für die Erholung am Wochenende genutzt. "Dort läuft alles lang, was im Kiez wohnt", meint der Marktbetreiber. "Wir haben schon in den wenigen Wochen im vergangenen Jahr sehr gute Erfahrungen mit Kunst und Design gemacht."

Für den Anfang rechnet Nikolaus Fink mit 85 Ständen mit einer Mischung aus Design, Upcycling, Second Hand und Trödel, die für Berliner Märkte einzigartig ist. Der Markt kann bei Bedarf auf über 100 Stände erweitert werden. Auch Menschen aus dem Kiez können ihre persönlichen Schätze, von Büchern und Bauklötzen bis Klamotten und Kerzen anbieten.


Klaus Tessmann / KT
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