Kinderladen geplant: Eltern nehmen Betreuung in eigene Hand

Das Team um Bastian Breiter (Bildmitte) will einen Kinderladen gründen. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Freizeitzentrum Rumbar |

Baumschulenweg. Was tun, wenn das Kind in die Kita soll und kein Platz in Wohnortnähe zu finden ist? Einfach die eigene Kita gründen. Das haben jetzt Eltern in Baumschulenweg vor.

"Es gibt im Umfeld keine Kindereinrichtung mit genügend freien Plätzen", erzählt Bastian Breiter vom Projektteam. Geplant ist eine Einrichtung mit maximal 20 Plätzen in Baumschulenweg oder Plänterwald. Um das Vorhaben zu befördern, haben zehn Eltern Anfang des Jahres einen Verein gegründet. Unter dessen Dach sollen die Vorbereitungen laufen und später soll er die Trägerschaft übernehmen. "Die Raumfrage ist das größte Problem, wir sind auf halbwegs bezahlbare Gewerberäume in Wohngebieten angewiesen. Gut wären auch ein kleiner Garten oder eine Spielfläche auf dem Hof", sagt Marie Melior.

Das Berliner Bildungsprogramm, in dem auch Kinderläden ausgewiesen sind, ist nach Auffassung der Eltern fortschrittlich. "Wir würden das gern mit weiteren Eltern zusammen umsetzen", sagt Bastian Breiter. Die werden noch dringend gebraucht. Die Mitglieder des Vereins müssen nicht nur einen Teil der Einrichtungskosten tragen, sondern sich selbst in die Verwaltung des Ladens einbringen. Dafür gibt es dann den Kitaplatz in Wohnortnähe mit einem Konzept, auf das alle Mitglieder Einfluss nehmen können. Geplant ist die Betreuung von Kindern ab einem Jahr bis zum Übergang in die Grundschule.

Die Initiatoren treffen sich mehrmals im Monat im Freizeitzentrum Rumbar, Baumschulenstraße 28. Kontakt derzeit nur über E-Mail an kinderladen.baumschulenweg@gmail.com.

Ralf Drescher / RD
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