Die Grün Berlin GmbH wird Schlossbetreiber

Das Schloss Biesdorf ist noch eingerüstet. Ab August kommenden Jahres soll der Betrieb des Schlosses von der Grün Berlin GmbH übernommen werden. (Foto: hari)
Berlin: Schloss Biesdorf |

Biesdorf. Der künftige Betreiber von Schloss Biesdorf steht fest: Es ist die Grün Berlin GmbH. Sie wird ab 1. August 2016 das rekonstruierte Schloss zunächst für zehn Jahre übernehmen.

Das Bezirksamt hat Ende Juni den Vereinbarungen mit der Grün Berlin GmbH zugestimmt. Damit gehen fast einjährige Verhandlungen erfolgreich zu Ende. Noch fehlt jedoch die Unterschrift unter dem Vertrag, da die Bezirksverordnetenversammlung noch nicht darüber abgestimmt hat.

Die gute Nachricht ist, dass der Park auch künftig von 6.30 bis 23 Uhr geöffnet ist und kein Eintritt zu zahlen sein wird. Die Pflege der Grünanlage verbleibt in den Händen des Bezirksamtes.

Unklar ist noch, wie der Galeriebetrieb im Schloss im Detail laufen soll. Das Vertragswerk zwischen dem Bezirksamt und der Grün Berlin GmbH bleibt in diesem Punkt ungenau. Das Schloss soll DDR-Kunst aus dem Archiv in Beeskow/Landkreis Oder-Spree ausstellen. Wie diese Kunstwerke ergänzt, erweitert und durch andere Themen bereichert werden sollen, lässt die Vereinbarung offen.

Die Eintrittspreise stehen dagegen schon fest: jeder Besucher zahlt ab August 2016 vier Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Preiserhöhungen sind während der Vertragslaufzeit möglich. Mit 33 000 Besuchern pro Jahr wird gerechnet.

Eine symbolische Pacht

Nicht nur aus dem Ticketverkauf sondern auch aus Veranstaltungen und der gastronomischen Nutzung des Schlosses kann die Grün Berlin GmbH Einnahmen erzielen. Als Gegenleistung zahlt die Gesellschaft an das Bezirksamt eine Art Pacht für das Schloss in Höhe von 5500 Euro pro Jahr. Diese Summe ist wohl eher von symbolischer Bedeutung. Denn die Betriebskosten für das Schloss werden voraussichtlich deutlich darüber liegen.

Da ein kostendeckender Betrieb des Schlosses als Kultureinrichtung nicht möglich ist, schießt das Bezirksamt rund 500 000 Euro pro Jahr zu. Dieses Geld will sich der Bezirk vom Senat zurückholen. Die Rechnung geht aber frühestens 2018 auf, da die Berliner Landesregierung solche Leistungen immer erst mit einem Verzug von zwei Jahren zahlt. hari
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