Pfusch beim Straßenbau im Grünkardinalweg

Peter Schenk hat schon Wasser abgepumpt. Doch noch immer steht hier eine große Pfütze. (Foto: BW)

Blankenburg. Der Grünkardinalweg durch die Anlage Blankenburg war eine der marodesten Straßen im Bezirk. Aber auch nach der Erneuerung gibt es Probleme.

Weil ihn viele Pkw- und Lkw-Fahrer als Umfahrung des häufig verstopften Knotens Heinersdorfer Straße, Krugstege, Bahnhofstraße nutzten, war der Weg eine richtige Holperpiste. Das Facility Management des Bezirksamts als Verwalter entschloss sich, ihn in Abstimmung mit dem Vorstand der Anlage zu sanieren.

Im Herbst begannen die Bauarbeiten. Die Straße wurde auf einer Breite von drei Metern asphaltiert. Damit weniger Autofahrer den Grünkadinalweg als Umfahrung nutzen, sollen im zweiten Bauabschnitt Aufpflasterungen aufgebracht werden.

Dann müsste die Straße erst einmal in Ordnung sein. Das hoffte auch Peter Schenk. Der Dauerbewohner hatte die Bauarbeiten aufmerksam verfolgt. "Es wurde ja auch Zeit, dass die Straße mal erneuert wird", sagte er.

Als die Bauleute an seinem Grundstück ankamen und Steine aushoben, wies er sie darauf hin, dass auch die neue Fahrbahn einen entsprechenden Unterbau brauche, damit das Wasser abfließen kann. Diesen Hinweis nahmen die Bauleute offenbar nicht ernst. Nach den ersten stärkeren Regenfällen in diesem Jahr bildete sich auf der gesamten Länge vor dem Grundstück der Familie Schenk ein kleiner See. Das Wasser drohte, in die Garage und auf das Grundstück zu laufen. Deshalb pumpte es der Anwohner immer wieder ab.

Fußgänger kommen nach starkem Regen an dieser Stelle kaum vorbei. Fahren Autos hier lang, spritzt das Wasser bis auf das Grundstück der Familie Schenk. Offenbar wurde hier fachlich unsauber gearbeitet.

Auf Anfrage der Berliner Woche teilt die zuständige Stadträtin für Facility Management, Christine Keil (Die Linke), mit, "dass im Zuge der Fertigstellung des Grünkardinalswegs im zweiten Bauabschnitt mit der bauausführenden Firma über eine Nachbesserung des bemängelten Wegeteils gesprochen wird, um eine dauerhafte Lösung zu gewährleisten". Weil die Arbeiten wegen der Witterung ruhen, wird es zur Nachbesserung jedoch erst nach der Winterperiode kommen.


Bernd Wähner / BW
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