Sanierung des Bucher Jugendklubs ist abgeschlossen

Er kümmert sich hier um die Technik: Danielo Naetebus unterstützt ehrenamtlich die Arbeit im "Alten". (Foto: BW)
 
"Der Alte" ist endlich saniert und hat jetzt sogar zum Hof hin eine richtige Terrasse. (Foto: BW)

Buch. Nach mehrjährigen umfangreichen Bauarbeiten konnte vor wenigen Tagen der Jugendclub "Der Alte" offiziell wiedereröffnet werden. Der Club bietet nun deutlich verbesserte Bedingungen für die Jugendarbeit, aber auch für die Treffen von Gruppen anderer Altersgruppen.

Errichtet wurde das Hauptgebäude an der Wiltbergstraße 27 ursprünglich im Jahre 1892 als Gaststätte. Daneben entstand von 1908 bis 1910 ein Tanzsaal. In den 60er-Jahren wurde das Ensemble zum Jugendklub umfunktioniert. Seitdem wurde kaum noch etwas an den Gebäuden gemacht. Eine Sanierung war um die Jahrtausendwende dringend notwendig.

Als 2003 die Probleme mit dem Pankower Bezirkshaushalt zunahmen und eine Sanierung aussichtslos schien, wurde zunächst überlegt, die Einrichtung zu schließen. Dagegen protestierten aber nicht nur die Bucher Jugendliche, sondern auch ältere Bürger. "Der Alte" wird nämlich als Treff auch von Freizeitgruppen genutzt, darunter Schachgruppen und ein Seniorencomputerklub. Das Bezirksamt rang sich dazu durch, den "Alten" in mehreren Bauabschnitten zu sanieren. "2005 wurde zunächst die Heizung aus Mitteln des Bezirkshaushalts saniert", sagt Jugendstadträtin Christine Keil (Die Linke). Die ersten großen Bauarbeiten fanden dann 2009 statt. Sie umfassten das 1892 errichtete Ursprungsgebäude. Dieses wurde innen modernisiert.

"Danach wussten wir erst einmal nicht, wie es weitergehen wird", gesteht die Jugendstadträtin. Noch war der Club nicht behindertengerecht, es fehlte Platz, und die Fassade bröckelte vor sich hin. Als der Ortsteil aber 2011 in das Förderprogramm Stadtumbau Ost des Bundes aufgenommen wurde, konnte auch der weitere Ausbau und die Sanierung der Jugendeinrichtung geplant werden.

Der Wermutstropfen: Der alte Tanzsaal musste abgerissen werden, weil dessen Sanierung die Baukosten extrem in die Höhe getrieben hätte. Komplett saniert wurde dann der Rest des "Alten". Es entstanden ein neuer Eingang und zum Hof hin eine Terrasse. Zur Wiltbergstraße wurde die Außenanlage gestaltet. Im Haus ist ein Fahrstuhl eingebaut worden. Die komplette Fassade ist wärmegedämmt und renoviert worden. Um das alles zu schaffen, waren in den vergangenen Jahren zwei weitere Bauabschnitte nötig. Wie Christine Keil berichtet, gab es in diesen auch einige Widrigkeiten. "Wir hatten zum Beispiel Probleme mit dem Bauuntergrund. Des Weiteren gab es Probleme mit einer Firma, sodass ein kontinuierlicher Bauablauf nicht möglich war. Aber nun ist fast alles so, wie es sein soll."

Was auf dem Gelände des "Alten" noch fehlt, ist die geplante Freilichtbühne. Die notwendigen Mittel für den Umbau der ehemaligen Saalbühne, die noch als Rudiment auf dem Grundstück steht, sollen demnächst vom Senat genehmigt werden. Voraussichtlich im kommenden Jahr soll auch sie fertig sein.

In die Sanierung und den Umbau flossen etwa drei Millionen Euro. Vier Mitarbeiter stehen den Besuchern als Ansprechpartner im Haus zur Verfügung. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 16 bis 21 Uhr sowie freitags und sonnabends von 14 bis 21 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter 941 21 71 und im Internet auf www.der-alte.de.

Bernd Wähner / BW
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