Neubau nach Kompromiss: Wohnungen am Kormoranweg im August bezugsfertig

Maren Kern, Vorstand vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (von links), Franziska Giffey, Michael Müller, Karla Arndt und Michael Abraham vom Vorstand der BG Ideal. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Kormoranweg |

Buckow. Seit November lässt die Baugenossenschaft Ideal auf eigenem Grundstück am Kormoranweg gegenüber vom Vivantes Klinikum Neukölln neun Gebäude mit 100 Wohnungen errichten. Zuvor hatte man sich mit den wenig begeisterten Anwohnern auf einen Kompromiss geeinigt.

Mitte November letzten Jahres hatten Vertreter der Baugenossenschaft Ideal eG zusammen mit Michael Müller (SPD), damals noch Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, den Grundstein für die Neubauten gelegt. Die neun Gebäude sind zwischen drei und fünf Stockwerke hoch; die Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen haben 60 bis 110 Quadratmeter Wohnfläche und Balkone oder Terrassen. Eine Gästewohnung und ein Gemeinschaftsraum sollen Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten ermöglichen. Außerdem wird es zwei Tiefgaragen geben.

Schon Anfang August sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, Ende November 2016 wird mit der gesamten Fertigstellung gerechnet. Der Quadratmeterpreis soll bei neun bis zehn Euro netto kalt liegen.

Bei einem Richtfest am 2. Juli verschaffte sich Michael Müller, dieses Mal als Regierender Bürgermeister, einen Überblick über die Fortschritte auf der Baustelle – gemeinsam mit Bürgermeisterin Franziska Giffey, Baustadtrat Thomas Blesing (beide SPD), den Vorstandsmitgliedern Karla Arndt und Michael Abraham von der Ideal und Maren Kern, Vorstand vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen.

„Rund 40 000 Menschen kommen seit vier Jahren jährlich nach Berlin. Deshalb brauchen wir Wohnungen in allen Quartieren, auch in Neukölln“, sagte Michael Müller und warb damit erneut für die "Nachverdichtung" in bestehenden Wohnquartieren. Auf dem Areal der Ideal vom Kolibriweg bis hin zur Buckower Chaussee gibt es bereits Häuser mit insgesamt 423 Wohnungen.

„Unsere Mieter waren verständlicherweise nicht begeistert von den Bauplänen“, erzählt Karla Arndt. Nach einiger Diskussion fand man jedoch einen Kompromiss. Die Ideal verzichtete auf eine anstehende Mieterhöhung und auf den Bau von zwei Gebäuden, um die Abstände zwischen den Häusern zu vergrößern. Die alten Wohngebäude werden saniert, erhalten neue Heizungsanlagen mit günstigerer Fernwärme und werden farblich an die Neubauten angeglichen, so dass die gesamte Anlage die vier Jahreszeiten widerspiegelt. Hübsch gestaltete und bepflanzte Gartenanlagen laden die Mieter künftig zum Verweilen ein. SB
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