Basketballer vom DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde verlieren erstmals

Die Basketballer vom DBV Charlottenburg (gelb) mussten sich zum ersten Mal in dieser NBBL-Saison geschlagen geben. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. Die U 19 vom DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde hat am 10. November in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) ihr erstes Saisonspiel verloren: Gegen die Baskets Akademie Weser-Ems unterlagen die Berliner in einem spannenden Spiel nach zweimaliger Verlängerung mit 69:71.

"Ich glaube, dass wir insbesondere zum Ende der Partie taktisch zu undiszipliniert gespielt haben", analysierte DBV-Coach Jan Eichberger kurz nach Spielschluss in der Sömmering-Sporthalle. "Unser Gegner hat im Laufe des Spiels auf eine Zonenverteidigung umgestellt - und damit ist meine Mannschaft nicht klargekommen. Und dann hat uns auch ein bisschen der Mut gefehlt, in bestimmten Situation entschlossener den Abschluss zu suchen und leichte Punkte mitzunehmen." Aufbauspieler Jannes Hundt war mit 21 Zählern der einzige Berliner, der zweistellig punkten konnte. Christopher Kuntze erzielte neun, Thabo Paul acht Zähler. Dennis Teucher und Marko Bacak sorgten für jeweils sieben Punkte. Und dennoch ist Coach Eichberger mit dem Saisonstart zufrieden: "Drei Siege zum Auftakt - das ist in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht überreagiert und denkt, man macht alles richtig, nur weil man gewonnen hat. Wir analysieren unsere Spiele, ob gewonnen oder verloren, immer ganz nüchtern und bereiten uns intensiv auf den nächsten Gegner vor."

Neun Teams treten in der NBBL Gruppe Nord an. Nimmt man die Basket Akademie Rasta Vechta aus, die bis dato viermal sehr deutlich verloren hat, streiten sich die acht verbleibenden Teams um die vier Play-off-Plätze. "Die Play-offs zu erreichen ist schon unser Ziel", nahm Eichberger kein Blatt vor den Mund, betonte aber zugleich: "Im größeren Rahmen geht es in erster Linie aber darum, die Spieler auszubilden, sie gemessen an ihren Fähigkeiten weiter zu entwickeln und besser zu machen - das ist wichtiger als Spiele zu gewinnen. Letztlich will man aber so eine Entwicklung dann auch am sportlichen Ergebnis messen."

In jedem Fall ist der DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde auf einem guten Weg, nachhaltige Strukturen zu entwickeln und den angestrebten Erfolg auf eine solide Basis zu stellen: NBBL-Coach Jan Eichberger trainiert zeitgleich die 2. Herren des Klubs, die in der 2. Regionalliga spielt. Axel Rüber, Co-Trainer des NBBL-Teams, ist Headcoach der 1. Herren in der 1. Regionalliga. Damit verfolgen alle drei Teams nicht nur die gleiche Spielidee - der NBBL-Nachwuchs bekommt so auch regelmäßig Gelegenheit, sich in den beiden Herrenteams zu beweisen. "Die Spieler dort agieren cleverer als im Jugendbereich und nutzen Fehler viel schneller aus. Das zwingt die Jungen, noch disziplinierter zu spielen. Auf einem hohen Level kommt es nicht nur darauf an, dass man Fähigkeiten am Ball besitzt wie Dribbeln, Passen, Werfen und Verteidigen. Auf diesem Niveau ist es auch wichtig, dass der Kopf funktioniert und man schnellstmöglich auf bestimmte Situationen reagieren kann." Zudem ist der Basketball bei den Herren viel körperlicher als im Nachwuchsbereich. Eichberger abschließend: "Auch deshalb ist es gut und wichtig, dass unsere Jungs so früh wie möglich dort ihre Einsatzzeiten bekommen."


Michael Nittel / min
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