Sieg und Niederlage für TC Blau Weiss im Abstiegskampf

Die Hockeydamen vom TC Blau Weiss – hier Madeleine Otto (weiß) – mussten sich am 11. Dezember gegen den Osternienburger HC geschlagen geben. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sporthalle Charlottenburg |

Grunewald. Eine emotionale Berg- und Talfahrt erlebten die Hockeydamen vom TC Blau Weiss am zurückliegenden Wochenende in der 1. Hallenhockey-Bundesliga: Dem tollen 4:3-Erfolg beim TuS Lichterfelde am 10. Dezember folgte nur 24 Stunden später eine auch in dieser Höhe verdiente 0:6-Klatsche gegen den Osternienburger HC.

„Wenn ich so kurz nach dem Spiel diese Partie Revue passieren lasse, denke ich, dass wir im Kopf einfach nicht fit genug waren“, erläuterte Blau Weiss-Coach Alf Fistler nach dem Sonntagsspiel in der Sporthalle Charlottenburg. „Der Sieg für Osternienburg war hochverdient. Aber wir haben es ihnen auch viel zu leicht gemacht.“ Die Gäste dominierten die Partie von Beginn an, erspielten sich deutlich mehr Torchancen und waren zu keiner Zeit in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben.

Coach Fistler wies zwar völlig zu Recht darauf hin, dass solche Ergebnisse in einer sehr ausgeglichen besetzten Staffel Ost jederzeit möglich seien – glücklicher machte ihn diese Erkenntnis aber auch nicht. „Natürlich ist diese Pleite so unmittelbar nach dem Sieg vom Sonnabend sehr enttäuschend. Aber ein Spiel ist nur ein Spiel. Und was am nächsten Tag kommt, ist immer eine ganz andere Geschichte.“

Noch nicht stabil genug

Ausschlaggebend seien letztlich, dass das noch recht junge Team des TC Blau Weiss noch nicht stabil genug ist und es zudem an der notwendigen Erfahrung fehlt. „Meine Mannschaft muss es noch lernen, auch auf diesem Niveau an einem Doppelspieltag das Leistungsvermögen abzurufen und über die Distanz von zwei Spielen in 24 Stunden konzentriert zu sein – und das hat weniger mit der körperlichen Fitness als vielmehr mit dem Kopf zu tun. Da sind wir noch im Entwicklungsprozess.“ Im Gegensatz dazu verfügt der Osternienburger HC über eine Hand voll sehr erfahrener und robuster Spielerinnen, die die Halle, die 1. Bundesliga und vor allem den Abstiegskampf gut kennen.

Doch ein Blick auf die Tabelle verrät: Noch ist nichts Schlimmes passiert: Der TuS Lichterfelde und der TC Blau Weiss mit jeweils vier sowie der Osternienburger HC und der Mariendorfer HC mit jeweils drei Punkten nach vier Spieltagen werden den einen Absteiger aus der Staffel Ost unter sich ausspielen. Und da kann der Auswärtserfolg vom Sonnabend beim TuS Lichterfelde, den Saskia Chelmowski, Annika Dittmer, Annika Groß und Madeleine Otto mit ihren Toren möglich machten, noch Gold wert sein. „Natürlich sind wir – auch aufgrund der insgesamt vier Punkte, die wir gegen TuSLi eingefahren haben – noch gut im Rennen. Deshalb müssen wir jetzt erst einmal tief durchatmen und dann weitermachen.“

Zwei Spiele stehen vor der Weihnachtspause noch auf dem Programm – allerdings gegen die Topteams: Am Sonnabend, 17. Dezember, gastiert Blau Weiss um 14 Uhr in der Sporthalle des Schadow Gymnasiums, Beuckestraße 27-29, beim Berliner HC, bevor es am Sonntag vor heimischem Publikum gegen den ATV Leipzig gehen wird. Spielbeginn in der Sporthalle Charlottenburg wird um 16 Uhr sein. min
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