Bewohner befürchten schlechtere Nahversorgung

Nicht mehr lange da. Der Netto-Markt an der Corinthstraße soll einem Neubau weichen. (Foto: Frey)

Friedrichshain. An der Corinth-/Ecke Bossestraße befindet sich eine Ladenzeile mit kleineren Geschäften sowie einem Netto-Markt. Allerdings nicht mehr lange. Denn das Ensemble soll voraussichtlich im kommenden Jahr abgerissen werden und einem Neubau weichen.

Dort sind zwar ebenfalls einige Einkaufsmöglichkeiten geplant, allerdings wird es dann keinen Discounter mehr geben.Das erfuhr die Berliner Woche auf Nachfrage bei Baustadtrat Hans Panhoff (B 90/Grüne), nachdem sich zuvor Anwohnerin Rosemarie Heinrich bei uns gemeldet hatte. Im Kiez gebe es Gerüchte, dass der Netto-Markt verschwindet, berichtete die 74-Jährige. Sie machte klar, dass viele Nachbarn das überhaupt nicht gut finden. Gerade ältere Menschen seien auf diese Nahversorgung angewiesen, meint Rosemarie Heinrich. "Die nächsten Supermärkte sind ein ganzes Stück entfernt." Vor allem nach dem Einkauf volle Taschen nach Hause zu schleppen, werde dann für viele zum Problem. Auch selbst wenn es später an der Corinthstraße einige Läden geben sollte, helfe das den Betroffenen zunächst nicht. "Denn während der Bauzeit sind erst einmal alle Geschäfte verschwunden."

Das Menschen gerne kurze Wege für ihren Einkauf haben möchten, leuchtet dem Baustadtrat zwar ein. Aber leider lasse sich das nicht überall gewährleisten, meint Panhoff. Er hält schon aus ästhetischen Gründen einen Neubau an dieser Stelle für die bessere Lösung.


Thomas Frey / tf
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