Turnfest ist nicht nur turnen: Angebote in Friedrichshain-Kreuzberg

Boxen für die Fitness bietet Atilla Oener im Rahmen des Turnfestes an. (Foto: Caspar Heinemann, Berliner Turnerschaft)

Friedrichshain-Kreuzberg. Vom 3. bis 10. Juni findet in Berlin das Deutsche Turnfest statt. Die Veranstaltung ist ein sportliches Großereignis mit rund 100 000 auswärtigen Gästen. Aber sie strahlt auch auf die Bezirke aus.

Dort gibt es im Rahmen des Turnfestes zahlreiche Angebote in vielen Sportarten. Für die Vereine bedeuten die Turntage eine gute Möglichkeit, sich und ihre Aktivitäten zu präsentieren. Was wo passiert, kann auf der Website www.berlin-turnt-bunt.de unter den Rubriken "Kiez aktiv" und "Schule aktiv" abgerufen werden. Hier ein paar Beispiele aus Friedrichshain-Kreuzberg.

Kiez aktiv: Fitness und Gesundheit. Tägliches Programm gibt es bei der "Turnhalle" der Berliner Turnerschaft Korporation in der Ohlauer Straße 24. "Wir sind mit fast allen unserer regelmäßigen Angebot vertreten", sagt Trainer Atilla Oener. Dazu gehören unter anderem Pilates, Zumba, Tanzen und Oeners Veranstaltung Fitness-Boxen am 6. Juni um 20 Uhr. Alles auch nachzulesen unter www.dieturnhalle.net.

Karate für Kinder. Ryan Boesche, Vorstand und Trainer von Kokoro Karate, sieht im Turnfest eine gute Möglichkeit, um auf das Angebot seines Vereins aufmerksam zu machen. Vor allem auf den Kurs "spielerisch Karate lernen" für Kinder und ihre Eltern. Er findet am 5. Juni ab 16 Uhr im FamoX Familien- und Bildungszentrum, Scharnweberstraße 25/26, statt. Mädchen und Jungen ab zweieinhalb und bis fünf Jahren können mitmachen, sagt Ryan Boesche. Schwerpunkte seien erste Bewegungsabläufe oder "Kunststücke" wie auf einem Bein stehen. Vor allem soll die frühe Karateeinführung den Kleinen Spaß machen.

Schule aktiv: Boxen als Statement. Schülerinnen wollen die Boxgirls ansprechen. Sie bieten mehrere Trainingsstunden, die erste bereits am 29. Mai ab 13 Uhr im Johann-Trollmann-Boxcamp in der Bergmannstraße 29. Bei dem Angebot, das von der Gesellschaft für Sport- und Jugendsozialarbeit im Rahmen des KiezSport-Mädchenprojekts organisiert wird, gehe es nicht in erster Linie darum, neue Mitglieder zu werben, sagt Boxgirls-Vorstand und Trainerin Linos Bitterling. Mindestens genauso wichtig sei, noch immer vorhandene Vorurteile gegen weibliche Faustkämpferinnen abzubauen.

Fußball einmal anders. Die Abteilung Blindenfußball des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Berlin kommt während des Turnfestes in mehrere Schulen und gibt eine Einführung in diese Sportart. Voraussetzung für die Teilnahme ist lediglich, dass Schüler, die gut sehen können, sich eine dunkle Brille aufsetzen. Sie sollen sich bei diesem Spiel nicht nur besser in die Lage blinder Menschen hineinversetzen, sondern bekommen gleichzeitig eine andere Wahrnehmung. Nicht das Auge, sondern das Gehör und die Kommunikation untereinander ist jetzt wichtig. Das Angebot ist gleichzeitig auch Hinweis und Werbung für eine weitere große Sportveranstaltung. Im August findet auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz am Anhalter Bahnhof die Europameisterschaft der Blindenfußballer statt. tf
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