Am Ludolfinger Platz werden neue Ständer aufgestellt

Manfred Pannier stellt die neuen Fahrradständer am Ludolfinger Platz auf. (Foto: Kiefert)

Frohnau. Am Ludolfinger Platz direkt am S-Bahnhof Frohnau richtet der Bezirk neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ein. Die ersten stehen bereits zur Verfügung. Mehr als 60 Plätze sollen noch entstehen.

Mit den neuen Fahrradstellplätzen wird der Bezirk der wachsenden Zahl der Berufspendler gerecht. Vor allem an S-Bahnhöfen entstehen neue Fahrradparker. Zuletzt wurden am S-Bahnhof Hermsdorf 120 Plätze eingerichtet. Auch Frohnau ist ein Schwerpunkt. "Darum suchen wir hier nach weiteren Freiflächen für Fahrradständer", sagt Stadtentwicklungsstadtrat Martin Lambert (CDU). Was so einfach nicht ist, denn viele sind in privater Hand. So wie am S-Bahnhof.

Dort zeigen Grenzsteine an, wo der Privatbesitz der Bahn endet. 48 Stellplätze gibt es in der Nähe des S-Bahnhofes bereits. Mehr als 60 sollen noch hinzukommen. Mitte Juli fiel der Startschuss am Ludolfinger Platz, Ecke Welfenallee. Dort installierte Manfred Pannier von einer Montagefirma die ersten beiden Fahrradbügel.

Etwa 100 Euro kostet so ein Ständer. Bezahlt werden sie aus dem Budget des Bezirks für Straßenunterhaltung, so der zuständige Leiter Ingo Runge. Auch die Doppelstock-Fahrradständer, die der Senat berlinweit testen will, wären für Frohnau interessant. Stadtrat Martin Lambert favorisiert dafür den Platz neben dem S-Bahnhof, der an einen Markthändler vermietet ist.

Das neue Fahrradabstellsystem ist ein Konstrukt aus Metallstreben und Metallschienen, in dem jeweils leicht höhenversetzt insgesamt vier Fahrräder auf zwei Ebenen übereinander abgesperrt werden können.

Die doppelstöckigen Ständer sollen die Abstellproblematik entspannen. Weshalb sich auch Bernd Zanke, Sprecher des Reinickendorfer "Fahrrats", für sie stark macht. Alternativ könnten auch Autoparkplätze in Fahrradabstellanlagen umgewandelt werden. Ein Auto schaffe immerhin Platz für zehn Fahrräder, so Zanke. Denkbar wären die Parkplätze in der Einbahnstraße Ludolfinger Platz. Dort dürften allerdings die Geschäftsleute über den Wegfall von Kundenparkplätzen nicht erfreut sein. Stadtrat Lambert weiß um dieses sensible Thema: "Deshalb werden wir mit den Geschäftsleuten erst sprechen, bevor wir das in Betracht ziehen."


Ulrike Kiefert / uk
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