Wichtige Ost-West-Verbindung wird zwei Jahre lang Baustelle

Gesundbrunnen. Die vielbefahrene Bornholmer Straße wird ab Mai zur Staufalle: Die Bösebrücke, auf der am 9. November 1989 der erste DDR-Schlagbaum hochging, muss saniert werden.

Die Bösebrücke, früher auch Hindenburgbrücke, muss erneuert werden. Die Arbeiten dauern zwei Jahre. Bei der letzten Brückenprüfung im Jahr 2012 hat das Bauwerk nur eine Zustandsnote von 3,0 bekommen. Es müssen der Brückenüberbau, das östliche Widerlager, die beiden Treppenanlagen, die Stützwände und die Balustraden auf der Ostseite erneuert werden. Um die Konstruktion zu entlasten, muss die Brücke zudem "geleichtert" werden. Dazu wird auf der Fahrbahn der vorhandene Schutzbeton entfernt. Der alte hat eine Stärke von rund 15 Zentimeter. Als Ersatz wird ein neuer Schutzbeton aus Leichtbeton aufgebracht, der nur noch acht Zentimeter dick ist. Außerdem muss die denkmalgeschützte Brücke komplett neu gestrichen werden, damit sie nicht verrostet.

Die Arbeiten sollen so durchgeführt werden, dass der Bahnverkehr unter der Bösebrücke und der Auto- und Tramverkehr darauf weitestgehend weiter laufen können. Für Autofahrer bedeutet das dennoch Staugefahr. Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr in Ost-West-Richtung einspurig über die Brücke geführt. Für die West-Ost-Richtung wird eine Umleitung eingerichtet. Ab Mai fließt der Verkehr über die zweistreifige Umleitungsstrecke Jülicher Straße, Behmstraße und Malmöer Straße. Derzeit wird die Jülicher Straße dafür vom Bezirksamt instandgesetzt. Die Fahrbahn wird so erneuert, dass sie einen lärmreduzierenden Asphalt bekommt. Für die Anwohner der Jülicher Straße und Behmstraße bedeutet das Bauvorhaben Stress in den kommenden zwei Jahren, weil sich der gesamte West-Ost-Verkehr durch die Umleitung südlich der Bornholmer Straße quälen muss. Als Trost gibt es die neue Straße, die leiser sein soll. Die Arbeiten werden in vier Bauabschnitten zeitversetzt ausgeführt, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Die Kosten der Brückensanierung und der dazugehörigen Straßenarbeiten belaufen sich auf 5,3 Millionen Euro.


Dirk Jericho / DJ
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