Was geschah am 15. Januar 1990?

Gesundbrunnen. In Kooperation mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR lädt die Gedenkstätte Berliner Mauer am 3. Dezember um 19 Uhr zu einer interessanten Podiumsdiskussion.

Unter dem Titel "15. Januar 1990 - Sturm auf die Stasi?" diskutieren Experten über die Rolle der Modrow-Regierung bei der Besetzung der Stasi-Dienststellen durch Bürger. Der Zentrale Runde Tisch wollte die Staatssicherheit unter seiner Kontrolle auflösen. Darauf wurden viele Bezirksdienststellen besetzt, doch die Aktenvernichtungen gingen weiter - in der Berliner Zentrale sogar völlig ungestört. Für den 15. Januar 1990 rief das Neue Forum deshalb zu einer Demonstration auf. DDR-Regierung und Stasi-Generalität veranstalteten nun ein Täuschungsmanöver. Die Stasi-Zentrale wurde fortan in "Sicherheitspartnerschaft" von Bürgerkomitee sowie DDR-Staatsanwälten und Volkspolizisten kontrolliert. Unter deren "Schutz" gingen die Aktenvernichtungen bis in den Herbst 1990 weiter. Viele Fragen zu den Abläufen sind immer noch offen. Nach einem Vortrag von Historiker Klaus Bästlein diskutieren er mit Margitta Kupler (1989/90 Mitglied der AG Sicherheit des Zentralen Runden Tisches) und dem Soziologen Manfred Wilke darüber, was wirklich geschah. Die Podiumsdiskussion zum Zentralen Runden Tisch findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße 119 statt. Der Eintritt ist frei.


Dirk Jericho / DJ
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