Mobile Unterkunft für Flüchtlinge geplant: Senatsverwaltung schreibt Landesfläche aus

Berlin: Rathaus Spandau |

Spandau. Im Bezirk ist die nächste Notunterkunft für Flüchtlinge geplant. Sie soll an der Rehnaniastraße eröffnen. Spandau hat mittlerweile berlinweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen.

In der Wasserstadt entsteht in den kommenden Monaten eine sogenannte Mobile Unterkunft für Flüchtlinge (MUF). Das teilte Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) jetzt im Stadtentwicklungsausschuss mit. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe beschlossen, eine landeseigene Fläche an der Rhenaniastraße für ein MUF auszuschreiben.

Zum Baustart konnte Röding noch keine genauen Angaben machen. „Wir rechnen damit nicht mehr in diesem Jahr“, so der Stadtrat. Auch über die geplante Kapazität der Einrichtung habe er noch keine konkreten Informationen: „In der Regel sollen die MUFs zwischen 250 und 350 Flüchtlinge beherbergen.“ Nach Zählungen des Landesamtes für Soziales (Lageso) lebten in Spandau Mitte September insgesamt 3441 Flüchtlinge und Asylbewerber. Die Zitadellenstadt hat damit die meisten Flüchtlinge berlinweit aufgenommen. Insgesamt waren es im September in allen zwölf Bezirken knapp 22.000.

Derweil haben in Spandau weitere Notunterkünfte eröffnet, vor allem im Süden des Bezirks. Darunter ist auch eine zweite für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge. Weil diese Häuser für Minderjährige ähnlich wie Frauenhäuser einen Schutzstatus genießen, bleibt die Adresse anonym. Auf dem Gelände der früheren Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne ist jetzt auch die dortige Sporthalle belegt, ebenso wie eine Sporthalle an der Pionierstraße. Auch auf dem Gelände der General-Steinhoff-Kaserne am Kladower Damm wurden inzwischen rund 150 Flüchtlinge in einer Turnhalle untergebracht. Weitere Plätze sollen es in der Blücher-Kaserne an der Sakrower Landstraße geben. Vier Standorte hatte der Bezirk selbst dem Lageso gemeldet.

Alle Bezirke zusammen listeten mehr als 50 Standorte für das Landesamt auf. Das Lageso ist in Berlin für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig. bm/uk
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