Ohne Abgase unterwegs: Bürgermeister testet Elektromobil

Ein bisschen Werbung darf sein: Helmut Kleebank und sein ökologisch korrektes Leihauto. (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: Bezirksamt Spandau |

Spandau. Der Rathauschef fährt jetzt elektrisch. Zehn Tage lang kann Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) ein Elektroauto nutzen. Der alte Dienstwagen bleibt solange im Depot.

Im Cockpit unterscheidet sich nichts von einem normalen Auto. Bis man den Schlüssel umdreht und der Elektroantrieb den kleinen Flitzer fast lautlos bewegt. Der BMW i3 ist der neue Dienstwagen von Helmut Kleebank (SPD). Zumindest für zehn Tage, denn solange darf der Bürgermeister das E-Auto nutzen – auch privat. Radio Eins, der Tagesspiegel und die Agentur für Elektromobilität „eMObility Berlin“ haben das Elektroauto kostenfrei zur Verfügung gestellt. Mit der Aktion, bei der neben vielen Berlinern auch Bürgermeister und Abgeordnete mitmachen, soll die Alltagstauglichkeit von Elektromobilen getestet werden. Einzige Bedingung: Der eigene Wagen muss in der Garage bleiben.

Für Helmut Kleebank ist das kein Problem. „Ich wollte schon immer mal ein Elektroauto ausprobieren“, sagt er. Und weil das Auto ohne Abgase fährt, leistet er damit auch gleich einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz.

Schon nach der ersten Fahrt war er begeistert, auch wenn man sich beim elektrischen Fahren umstellen muss. „Was sofort auffällt, man dreht den Zündschlüssel um und es bleibt leise. Auch beim Fahren gibt es kaum ein Geräusch“, beschreibt der Bürgermeister das Fahrgefühl. Nahezu unnötig ist das Bremsen, denn die Energie geht sofort zurück, sobald man den Fuß vom Pedal nimmt. Dank seiner Reichweite von bis zu 150 Kilometern ist das Elektroauto für Fahrten in ganz Spandau geeignet. „Für tägliche Dienstfahrten passt das E-Mobil also gut“, bilanziert Kleebank.

Geht die Ladung dann doch zu Ende, warnt das Fahrzeug rechtzeitig. Einen vollen Tank bekommt das Elektromobil auch an einer haushaltsüblichen Steckdose. Etwa 14 Kilowattstunden Strom verbraucht das E-Mobil auf 100 Kilometern. Eine Kilowattstunde kostet 30 Cent. Privat auf ein Elektroauto umzusteigen, findet der Bürgermeister zwar reizvoll, aber kaum praktikabel. Dafür gibt es noch zu wenige Ladesäulen in Spandau. „Das Thema der Elektromobilität müssen wir unbedingt fördern“, sagt er. Auch darum habe sich entschieden, bei der Testaktion mitzumachen.

Bis zum 24. Juli darf der Rathauschef das ökologisch korrekte Leihauto noch nutzen. Dann wird er wieder auf seinen herkömmlichen Dienstwagen umsteigen müssen. uk
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Andreas G. Gröger aus Hakenfelde | 27.07.2015 | 23:18  
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