Wohnungmarktentwicklungskonzept wurde angepaßt

Berlin: Wohnungsbau |

Marzahn-Hellersdorf. Auf dem Wohnungsmarkt erlebt der Bezirk in den letzten Jahren einen Wandel. In den 1990er Jahren zogen viele fort, inzwischen hat sich die Nachfrage wieder erhöht, gerade aus den Innenstadtbezirken.

Die meisten Wohnungen in den Großsiedlungen sind etwas kleiner als der Berliner Durchschnitt, aber dafür betrug der Anstieg der mittleren Angebotsmieten nur 6 Prozent, der Berliner Durchschnitt ist 10 Prozent. In Marzahn-Hellersdorf gibt es noch Wohnungen für 5,20 bis 7,85 Euro/pro m², im Berliner Durchschnitt sind es 6,07 bis 13 Euro/m2. Beim Angebot an Mietwohnungen im unteren Segment und bei Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es bereits Defizite, im oberen und mittleren Segment ist es noch relativ ausgewogen. Deshalb wurde das erstmals 2013/14 erstellte Wohnungsmarktentwicklungskonzept im Sommer 2016 grundlegend überarbeitet, wie der Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) am 16. August in einem Pressegespräch informierte.

Erfreulich ist die Zahl der Baugenehmigungen und Baufertigstellungen zwischen 2012 und 2015: Genehmigt wurden 1360, fertiggestellt 633 Wohneinheiten.

Der Bezirk verfügt, auch wenn man den Bevölkerungszuwachs berücksichtigt, bis 2030 über ausreichende und aktivierbare Flächenpotenziale, so das Fazit des Wohnungsmarktentwicklungskonzeptes. Die soziale und demografische Durchmischung wird allerdings als Herausforderung gesehen, weil es angesichts der großen Nachfrage im unteren Mietsegment immer schwieriger wird, die angestrebte Durchmischung zu erreichen. Ebenso anspruchsvoll wird die Sicherung der städtebaulichen Qualitäten im Hinblick auf das Maß und die bauliche Dichte insbesondere in den Großsiedlungen sein. Festgestellt wird, das trotzdem das aktuelle Leitbild des Bezirkes - Qualität vor Quantität - nachwievor Gültigkeit hat. Der dauerhaften Vermietung des Bestandes in den Großsiedlungen kommt weiterhin eine herausragende Bedeutung zu. Wohnungsneubau soll in den Teilräumen städtebauliche Verbesserungen schaffen. Das heißt aber auch, das die Anforderungen an Infrastruktur und Wohnumfeld, an Mobilität und Verkehr weiterhin bestehen bleiben. Deshalb soll die Kooperation zwischen der Wohnungswirtschaft und Bezirk weiter gefestigt werden, so das Ergebnis. ReF
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