Informationen zu historischer Ötting-Villa gesucht

Der linke Gebäudeteil der Ötting-Villa soll gerettet werden, für den Anbau rechts ist der Abriss genehmigt. (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Das Gebäudeensemble an der Bahnhofstraße 63/65 muss einst ein herrschaftlicher Bau gewesen sein. Jetzt ist das Gebäude eine Ruine, steht aber unter Denkmalschutz und soll zumindest in Teilen erhalten werden.

"Wir haben das Haus besichtigt, der eingeschossige Anbau ist bereits vom Schwamm zerstört, die eigentliche Villa aber vom neuen Eigentümer mit einem Schutzdach versehen worden. Der Bezirk hat mit dem neuen Besitzer bereits Gespräche zum Erhalt des Gebäudes geführt", berichtet Stefan Förster, der Vorsitzende des Bezirksdenkmalrats.

Nach Aussage des Denkmalexperten liegen beim Bezirk nur wenige Akten, die die Nutzung der Villa betreffen. Errichtet wurde sie 1875 im Auftrag des Fabrikanten Friedrich Wilhelm Ötting, der damals die Malzkaffeerösterei an der Lindenstraße (zu DDR-Zeiten dann VEB Bero Kaffee) betrieb. "Vor allem die Nutzung von 1945 bis 1990 interessiert uns, es gibt Gerüchte, das dort zeitweise ein Kinderheim untergebracht war, aber keine Belege dafür" teilt Stefan Förster mit.

Leser, die Informationen zur Ötting-Villa haben oder gar Dokumente oder Fotos aus der Zeit bis zum Ende der DDR besitzen, wenden sich bitte direkt an die Untere Denkmalschutzbehörde des Bezirks: denkmalschutz@ba-tk.berlin.de oder unter 902 97 21-90/-92.

Der eingeschossige Anbau muss übrigens wegen der Schäden abgerissen werden, die Genehmigung ist bereits erteilt. Für die eigentliche Villa plant der jetzige Eigentümer Wohnungen.

Ralf Drescher / RD
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