Ideen für das letzte freie Baugrundstück gesucht

Rund um den Bahnhof Gleisdreieck gibt es noch freie Flächen. Was und wie dort gebaut wird, soll unter anderem am 25. November diskutiert werden. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Der Park am Gleisdreieck ist soweit fertig. Auch die Bauvorhaben an seinen Rändern wurden oder werden derzeit realisiert. Mit Ausnahme eines Grundstücks.

Das befindet sich südlich und westlich des Bahnhofs Gleisdreiecks und soll jetzt entwickelt werden. Und zwar zusammen mit Experten und interessierten Bürgern. So die Ankündigung von Dr. Markus Vogel, Geschäftsführer einer gleichnamigen Beratungsgesellschaft und Miteigentümer der Fläche im Stadtplanungsausschuss.

"Urbane Mitte" lautet der ziemlich ambitionierte Titel für dieses Areal. Er bezieht sich vor allem auf seine verkehrsgünstige Lage. Am Gleisdreieck sorgen zwei U-Bahnlinien für eine optimale Anbindung. Sie sollen künftige Nutzer vor allem zu ihrer Arbeit bringen. Denn Markus Vogel schwebt dort weniger ein Wohn-, als vielmehr ein Büro- und Gewerbequartier vor. Schon allein wegen der vorbeiführenden Bahnlinie würde sich Wohnungsbau eher schwierig gestalten, meint er. Ganz anders sehe es mit Räumen, zum Beispiel für Start ups aus. Auch Galerien könnten hier einziehen und möglicherweise habe auch das benachbarte Deutsche Technikmuseum Interesse an zumindest einem Teil des Geländes.

Das Museum soll deshalb auch zu den Akteuren gehören, die sich in den kommenden Monaten Gedanken über die künftige Gestaltung machen. Mit diesem offenen Verfahren wolle er um Vertrauen werben und die Bevölkerung mit einbeziehen, erklärte Vogel. Thema sei zum Beispiel die architektonische Gestaltung. Die Ideen sollen gesammelt und dann in die künftigen Pläne eingearbeitet werden.

Auch was das Bauvolumen anbelangt, zeigt er sich kompromissbereit. 150 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, wie durch den Bebauungsplan erlaubt, werde es dort nicht geben. Avisiert sei ein Umfang von etwa 100 000 Quadratmeter.

Dass seine "Urbane Mitte" Interesse weckt, habe er bereits feststellen können, sagt der Miteigentümer. "Auch der Senat fragte an, ob hier nicht die Zentral- und Landesbibliothek entstehen könne". Das hat Vogel aber abgelehnt.

Die erste öffentliche Veranstaltung findet am Dienstag, 25. November in der Station Berlin, Luckenwalder Straße 5-7, statt. Beginn ist um 17, Ende gegen 21 Uhr. Bereits ab 15 Uhr können sich Besucher über das geplante Verfahren informieren.


Thomas Frey / tf
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