An der Refik-Veseli-Schule wird lernen bis zum Abitur möglich

Kreuzberg. Die Refik-Veseli-Sekundarschule an der Skalitzer Straße erhält eine gymnasiale Oberstufe. Sie soll ab dem Schuljahr 2017/18 eingerichtet werden.

Diese Nachricht erfuhr Schulstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD) am 21. Januar von seiner Parteifreundin, Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Sie kam zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend. Denn der aktuelle Stand war zuletzt, dass erst im Frühjahr über dieses Anliegen endgültig entschieden werde. Sehr zur Enttäuschung der Elterninitiative, die sich schon länger für die Oberstufe einsetzt. Sie wies zuletzt bei der Sitzung des Schulausschusses am 7. Januar darauf hin, dass ihr bereits zum Jahresende 2014 Klarheit versprochen wurde (wir berichteten). Umso größer war deshalb jetzt die Freude der Eltern: "Das ist super", meinte Ute Löhning, eine der Sprecherinnen. "Ehrlich gesagt, hatte ich damit nicht mehr gerechnet."

Ihr einziger Einwand: Vielleicht kommt das jetzt etwas zu spät, um bereits im nächsten Schuljahr für steigende Schülerzahlen zu sorgen. Zwar läuft die Anmeldung erst ab Februar, aber viele Eltern hätten sich inzwischen eine andere Schule ausgesucht. Mittelfristig werde sich diese Entscheidung aber sicher positiv auswirken.

Auch Stadtrat Beckers hob hervor, dass Eltern jetzt Planungssicherheit haben. Er verwies außerdem darauf, dass zusätzlich zur Refik-Veseli-Schule eine weitere Schule als Kooperationspartner für die Oberstufe gefunden werden muss. Auf diese Weise soll ein ausreichendes Angebot an Grund- und Leistungskursen gewährleistet werden.

Nicht nur an der Refik-Veseli-, sondern auch an den anderen Kreuzberger Sekundarschulen gibt es aktuell mehr Plätze als Schüler. Eine wichtige Ursache dafür sei, dass an keiner dieser Schulen ein direkter Weg zur Hochschulreife bestehe, wurde immer wieder argumentiert. Und im gesamten Bereich SO 36, zu dem auch die Refik-Veseli-Schule gehört, konnte bisher nur im Oberstufenzentrum Handel das Abitur gemacht werden.

Beifall für die positive Nachricht aus der Bildungsverwaltung gab es auch insgesamt aus der Bezirkspolitik. Wobei es vor allem die Grünen und die SPD nicht versäumten, ihren Einsatz für diese Entscheidung herauszustreichen.


Thomas Frey / tf
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