Im Haus der Jugend Albert Schweitzer eröffnet im Sommer eine Kunstschule

Im Haus der Jugend hat ab Sommer die Jugendkunstschule des Bezirks ihr Domizil. (Foto: K. Menge)
Berlin: Haus der Jugend "Albert Schweitzer" |

Steglitz. Im Südwesten Berlins gibt es bisher keine Jugendkunstschule. Das soll sich nun ändern. Im Sommer wird in Steglitz eine solche Einrichtung in Betrieb gehen. Als Standort wurde das Haus der Jugend Albert Schweitzer ausgesucht.

Als sie feststellte, dass Steglitz-Zehlendorf der einzige Berliner Bezirk ohne Jugendkunstschule ist, war für Jugendstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) klar, dass dies nicht so bleiben darf. In den Kunstschulen anderer Bezirke holte sie sich Anregungen und fand im Haus der Jugend einen passenden Ort.

Die Jugendfreizeiteinrichtung am Rande des Stadtparks biete die besten Voraussetzungen für die vielfältigen Angebote einer Jugendkunstschule. "Die Räumlichkeiten sind ideal", sagt Markl-Vieto. Es gibt bereits eine Keramik- und eine Holzwerkstatt. Das Dach soll für Ateliers ausgebaut werden. In der kleinen Turnhalle sollte ein Nähatelier eingerichtet werden.

Das wäre beinahe zehn Tagesmüttern zum Verhängnis geworden. Mit ihren Kindergruppen nutzen sie regelmäßig die kleine Turnhalle der Einrichtung, um die Kinder mit speziellen Angeboten musikalisch und sportlich Angebote zu fördern. Mit der Einrichtung des Nähateliers an dieser Stelle, hätte die Halle nicht mehr für sportliche und musikalische Aktivitäten zur Verfügung gestanden. Das sei nicht im Sinne der Sache gewesen, sagt die Stadträtin. Sie legte ein Veto ein. "Wir werden einen Container neben dem Haus der Jugend aufstellen und dort die Nähwerkstatt einrichten", informiert sie.

Um- und Ausbauten, die Beseitigung von Mängeln und die Anschaffung des Containers sollen zum Teil aus Mitteln des Investitionsprogramms des Senats SIWA bestritten werden. Instandsetzungsmaßnahmen werden im Rahmen der baulichen Unterhaltung bezahlt. Für die personelle Ausstattung stehen Honorarmittel zur Verfügung. Der Senat finanziert eine Lehrerstelle für die Leitung der Einrichtung.

Die Jugendkunstschule gibt Kindern die Möglichkeit, sich mit Kunst zu befassen und sich künstlerisch und kreativ zu betätigen, auch wenn in deren Elternhäusern Kunst nicht unbedingt auf der Tagesordnung steht. "Damit geben wir auch Kindern eine Chance, die zu Hause bei ihren künstlerischen Interessen nicht unterstützt werden", erklärt Markl-Vieto.

Die Kunstschule kann von Schulklassen für Kunstprojekte genutzt werden. Künstler betreuen die Projekte. Dabei gilt es auch, Talente zu entdecken und ihre Begabung in Nachmittagsangeboten und Kursen zu fördern.

Anfangs soll es Angebote in den Bereichen bildende und darstellende Kunst sowie Kunsthandwerk geben. Das Thema Mode kommt mit der Nähwerkstatt später hinzu. Christa Markl-Vieto: "Aufgrund der guten räumlichen Voraussetzungen können wir im Sommer starten und das Angebot dann erweitern.


Karla Menge / KM
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