Der Lichtenberger Kalender 2015 zeigt Tiere und Pflanzen

Ansichten der Tier- und Pflanzenwelt in Lichtenberg zeigt der Jahreskalender 2015, weiß die Natur-Expertin Doreen Hantuschke. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Auf zwölf Seiten versammelt der Jahreskalender 2015 vielfältige Pflanzen- und Tierarten auf historischen Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert.

Wer den Lichtenberger Jahreskalender 2015 aufschlägt, muss sich wundern. Denn schon auf der Januar-Seite gibt es einen Wolf zu sehen. Dabei will der Kalender doch die Tier- und Pflanzenvielfalt im Bezirk zeigen. Gibt es etwa Wölfe in Lichtenberg? "Noch nicht", weiß Doreen Hantuschke.

"In Brandenburg kommen allerdings Wölfe vor. Und Lichtenberg liegt sehr nah am Stadtrand von Berlin. Früher oder später wird auch die Lichtenberger Bevölkerung Bekanntschaft mit dem Wolf machen", vermutet die Leiterin des Umweltbüros. Dass Wildtiere sich auch in der Stadt heimisch zu fühlen beginnen, das zeigen Fuchs und Wildschwein.

"Es gibt eine große Artenvielfalt in Lichtenberg. Die wollen wir mit dem nun erschienenen Jahreskalender 2015 zeigen", sagt Hantuschke. Auf zwölf Kalenderseiten sind historische Zeichnungen und Darstellungen aus dem 19. Jahrhundert versammelt, welche noch heute im Bezirk vorkommende oder ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten zeigen. Die historischen Tierzeichnungen stammen aus dem Museum für Naturkunde Berlin, während die Pflanzendarstellungen in der Bibliothek des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums recherchiert wurden.

Auf der Rückseite der Kalenderblätter gibt es umfassende Informationen zum Lebensraum und zur Gefährdung der abgebildeten Tier- oder Pflanzenart. So gilt etwa der Weißstorch, der in Malchow noch jedes Jahr anzutreffen ist, als stark gefährdet. Als ausgestorben gilt wiederum der Laubfrosch. Den gibt es bislang nur auf dem Mai-Kalenderblatt in Lichtenberg. Der winzige Kletterer war noch in den 1950er-Jahren in Lichtenberg heimisch.

Die Vernichtung von geeigneten Lebensräumen führte zu seiner Ausrottung. Der Laubfrosch braucht nämlich einen abwechslungsreichen Lebensraum, der neben sumpfigen Stellen auch Sträucher bietet. Das grasgrüne Tier lebt die meiste Zeit nicht im Wasser, sondern auf Ästen. Heute gibt es in Lichtenberg geschützte Naturbereiche, welche diese idealen Lebensräume bieten. "Derzeit laufen in Lichtenberg die Vorbereitungen, um den Laubfrosch wieder anzusiedeln", weiß Doreen Hantuschke.

Mehr zur Artenvielfalt im Bezirk gibt es auch am 30. Oktober zu erfahren. Dann findet von 16 bis 21 Uhr im Rathaus Lichtenberg in der Möllendorffstraße 6 die öffentliche Konferenz "Artenvielfalt in Lichtenberg" statt.

Der Lichtenberger Jahreskalender 2015 ist in einer Auflage von 5000 Stück erschienen und ist kostenlos im Umweltbüro Lichtenberg in der Passower Straße 35 sowie im Rathaus Lichtenberg erhältlich.

Weitere Informationen im Umweltbüro unter 92 90 18 66 und auf www.umweltbuero-lichtenberg.de.

Karolina Wrobel / KW
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