Angriff aus dem Schrank: Mann tötete neuen Liebhaber seiner Ex-Freundin

Märkisches Viertel. Für einen heimtückischen Mord muss sich seit dem 19. August ein 34-jähriger Mann vor Gericht verantworten. Er soll in der Nacht zum 9. November 2013 den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin getötet haben.

Das Szenario könnte aus einem sehr schlechten Krimi stammen, das sich an diesem Tag im achten Stock eines Hauses am Senftenberger Ring abspielte. Nach 3 Uhr morgens kommt ein Pärchen nach Hause und legt sich kurz darauf schlafen. Dann stürmt plötzlich ein Mann aus dem Schlafzimmerschrank heraus und sticht mit einem Fleischermesser heftig auf den Mann ein, während sich die Frau noch zu einem Nachbarn retten kann. Der Angegriffene 45-jährige Peter Z. stirbt noch vor Ort.

Für die Staatsanwaltschaft hat der 34-jährige Uwe D. nach einem Tötungsplan gehandelt. Vier Wochen vor der Tat hatte sich seine 28-jährige Freundin, mit der zusammen er ein dreijähriges Kind hat, von ihm getrennt, und sich dem 45-jährigen Peter Z. zugewandt. Das Kind war zur Tatzeit nicht in der Wohnung, es soll bei den Großeltern gewesen sein.

Der Angeklagte schweigt vor Gericht, hat aber in einem Brief seine Sicht des Tathergangs geschildert. Danach habe er seiner Ex-Freundin in der Nacht eigentlich nur mitteilen wollen, dass sie für ihren neuen Liebhaber lediglich eine Affäre sei, weil dieser Ehefrau und Tochter habe. Dazu habe er auch diese Frau in Anwesenheit des Paars anrufen wollen. Peter Z. sei jedoch sofort auf ihn losgegangen und er habe sich gewehrt - mit dem Messer in der Hand.

Laut der Anklage war Uwe D. jedoch mit zwei Messern und einer Schreckschusspistole in die Wohnung am Senftenberger Ring eingedrungen. Er soll sich auch dahin gehend geäußert haben, dass er durch die Trennung alles verloren habe und deswegen seine Ex-Freundin und deren neuer Partner auch nicht mehr leben sollten.

Nach der Tat soll Uwe D. dann zu seiner Schwester geflohen sein, die in der Nähe wohnt. Nachbarn erinnern sich noch an eine Blutspur im Haus, denn auch der Täter hatte sich bei seinem Angriff verletzt. Er wurde noch in der Nähe des Wohnblocks festgenommen.


Christian Schindler / CS
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