Energie-Versorger Vattenfall baute Heizkraftwerk um

Atemschutz erforderlich: Die Hackschnitzel werden für den Brennkessel gesammelt. (Foto: Schindler)

Märkisches Viertel. Der Energie-Versorger Vattenfall hat am 13. Juni das komplett erneuerte Heizkraftwerk an der Wallenroder Straße 2 in Betrieb genommen.

Das Biomasse-Heizkraftwerk mit einer Leistung von 18 Megawatt (MW) thermisch und fünf MW elektrisch markiert nach Unternehmensangaben einen Meilenstein der Berliner Energieversorgung: Es ist das erste Vattenfall-Heizkraftwerk in Berlin, das zu 100 Prozent auf Kraft-Wärme-Kopplung aus naturbelassenen Holzhackschnitzeln setzt. Die neue Anlage produziert in Kraft-Wärme-Kopplung klimafreundlich Strom und Fernwärme aus den Holzstückchen und vermeidet so rund 26 000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Das Werk verbraucht rund 70 000 Tonnen nachhaltig produzierte Biomasse - vorrangig aus der Region. Vattenfall hat sich diese Erneuerung rund 40 Millionen Euro kosten lassen.

Mit dem Biomasse-Heizkraftwerk in der denkmalgeschützten Hülle des ehemaligen Heizwerks geht Vattenfall den Schritt ins Zeitalter der erneuerbaren Energien und unterstreicht die Bedeutung der Berliner Klimaschutzvereinbarung. In dieser hat sich das Unternehmen verpflichtet, bis ins Jahr 2020 den Kohlendioxidausstoß im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken. Für Umweltstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) ist das Heizkraftwerk ein Beleg dafür, dass die freiwiligen Vereinbarungen zur Schadstoffreduzierung funktionieren.

Die neue Anlage im Märkischen Viertel versorgt rund 30 000 Haushalte, die überwiegend zu den Beständen des Wohnungsunternehmens Gesobau gehören. Die Siedlung, die gerade, wie auch das Heizkraftwerk, ihr 50-jähriges Bestehen feierte, wird laut Gesobau-Vorstand Jörg Franzen gerade zur größten klimaneutralen Siedlung Deutschlands umgebaut.


Christian Schindler / CS
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