Junger Verein löst Euphorie in Marzahn aus

Weiß, Pink und Silber sind die Farben der Blossom Cheerleader. (Foto: hari)

Marzahn. Die Blossom Cheerleader gibt es erst seit einem Dreivierteljahr. Der Verein ist schnell auf 40 Mitglieder angewachsen.

Die Mannschaften des Blossom Cheerleader Berlin e.V. trainieren in der Sporthalle der Kerschensteiner Schule in der Golliner Straße 2. Er unterhält drei Mannschaften und zwar jeweils eine in den Altersklassen "Seniors", "Juniors" und "PeeWees". Das sind Gruppen im Alter von jeweils ab 16 Jahren, von zwölf bis 16 Jahren und von fünf bis elf Jahren. Erste Erfolge erzielte der Verein bereits im vergangenen Jahr. Die "Juniors" belegten bei einem Wettkampf in "Tropical Islands" bei Halbe im September den ersten Platz. Am Sonnabend, 9. März, nehmen sie erstmals an den Berlin-Brandenburger Meisterschaften in der Max-Schmeling-Halle teil.

Vereinsgründerin und Trainerin ist Lucy May Schultka. Die 20-Jährige Kaulsdorferin studiert BWL. Ihre gesamte Freizeit widmet sie dem Cheerleading. "Mit 13 habe ich bei den Scorpions in Neukölln angefangen", berichtet Schultka. Die Cheerleader, die Mädchen mit Pompons in schillernden Kostümen, gehören zum American Football. Traditionell unterstützen solche tanzenden Mädchengruppen die Footballmannschaften.

"Cheerleading ist inzwischen eine selbstständige Sportart", sagt Schultka. Deshalb reichte es ihr nicht mehr, wie zuletzt bei den Bulletts in Marzahn, die "zweite Geige" zu spielen. "Wenn am gleichen Tag ein Football-Spiel und ein Wettkampf der Cheerleader war, musste unser Wettkampf ausfallen", erinnert sie sich.

Schultka hat Anfang vergangenen Jahres interessierte Kinder und Jugendliche, junge Frauen und auch einige wenige Männer um sich versammelt, um einen eigenen Verein zu gründen. Vom Sportamt bekam sie Trainingszeiten in der Kerschensteiner-Halle zugewiesen.

Die Vereinsmitglieder kommen aus ganz Berlin, die meisten aber aus Marzahn-Hellersdorf. In Marzahn-Nord hat der Verein ein regelrechtes Cheerleading-Fieber ausgelöst. Eltern, Mütter und Großmütter begleiten die Mädchen zum Training und zu Wettkämpfen. Viele unterstützen den Verein. "Das mache ich für meine Tochter, aber auch mir macht es viel Spaß, dem Verein zu helfen", sagt Nancy Jakomowitsch.

Weitere Informationen unter www.bcberlin.wordpress.com.

Harald Ritter / hari
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