Historisches Flugzeug in Schönefeld gelandet

Die Piloten Kath Burnham und Jon Corley haben das Flugzeug nach Berlin gebracht, Steffen Wardin (links) und Frank Hellberg flogen mit. (Foto: Ralf Drescher)

Schönefeld. Der 30. Juli gegen Mittag. Die Besucherterrasse des Flughafens Schönefeld ist gut gefüllt. Am Rand des Rollfelds stehen Journalisten und Ehrengäste. Alle warten auf die Ankunft von Berlins neuem "Rosinenbomber".

Um 13.52 Uhr ertönt das Dröhnen von Sternmotoren, die die Propeller der historischen DC-3 antreiben. Pilotin Kath Burnham und ihr Kollege Jon Corley von Air Atlantique haben die Maschine über rund 1200 Kilometer von Coventry über den Ärmelkanal und Holland nach Berlin gebracht. Nach mehreren Ehrenrunden über die Besuchertribüne und um den Tower setzt die 1944 gebaute Maschine weich auf. Die Flughafenfeuerwehr spritzt zur Begrüßung Wasserfontänen.Mit der Ankunft der Maschine kommt der Förderverein Rosinenbomber seinem Ziel, wieder eine Luftbrückenmaschine an den Himmel über Berlin zu bringen, deutlich näher. Für den Kauf der DC-3 hatte der Verein Geld von Spendern und Sponsoren gesammelt, rund 210 000 US-Dollar (158 000 Euro) hat das Flugzeug gekostet.

Nun wartet das zuletzt aber als Transportmaschine eingesetzte Luftfahrzeug auf den Umbau. Auf einer Flugzeugwerft im sächsischen Kamenz soll die Maschine für Rundflüge mit Passagieren hergerichtet werden. Dafür werden Teile des 2010 bei einer Notlandung beschädigten Rosinenbombers von Air Service Berlin verwendet, die noblen Passagiersitze, Funkanlage und Navigationsgeräte. Außerdem erhält die DC-3 wieder den silbernen Anstrich der Luftbrückenzeit. Die Ersatzmaschine war 1949 für rund ein halbes Jahr im Luftbrückeneinsatz gegen die sowjetische Blockade Westberlins und landete dafür in Gatow.

Für Umbau und Ertüchtigung der Maschine ist der Förderverein Rosinenbomber auf weitere Spenden angewiesen, benötigt werden noch rund 300 000 Euro. Bis zum Mai 2014, den 65. Jahrestag der Luftbrücke, soll der Rosinenbomber einsatzbereit sein.

Informationen zum Projekt gibt es an den Wochenenden am Highflyer-Fesselballon Zimmer-/Ecke Wilhelmstraße in Mitte oder unter www.rettet-den-rosinenbomber.de

Ralf Drescher / RD
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