Sanierung erfolgt bei laufendem Besucherverkehr

Wenn die Bauarbeiten im Pergamonmuseum richtig losgehen, sollen Platten vom Pergamonaltar an einer anderen Stelle gezeigt werden. (Foto: Caspar)

Mitte. Die Staatlichen Museen zu Berlin bereiten sich intensiv auf die Generalsanierung des Pergamonmuseums auf der Museumsinsel vor. Gesucht wird nach Wegen, wie trotzdem die weltberühmten Reliefs des Pergamonaltars gezeigt werden können.

Laut Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, werden die auf 13 Jahre berechneten Arbeiten abschnittweise bei laufendem Besucherverkehr durchgeführt. Niemandem werde der Anblick des antiken Pergamonaltars vorenthalten, wenn das Haus ab 2014 zur Baustelle wird. "Wir werden unser Highlight an anderer Stelle zeigen. Wie und wo das geschehen soll, ist noch nicht klar, aber ich denke, dass wir eine passable Lösung finden werden", sagt Parzinger. Beim Bau der James-Simon-Galerie am Ufer des Kupfergrabens vor dem Neuen Museum haben sich laut Parzinger wegen des sumpfigen Untergrunds erhebliche technische Schwierigkeiten ergeben. Zudem musste ein anderer Auftragnehmer für die Errichtung des zentralen Empfangsgebäudes mit Garderobe, Kasse, Museumsshop, aber auch mit Räumen für Sonderausstellungen und Veranstaltungen gefunden werden. "Obwohl man jetzt beim Vorübergehen nicht viel sieht, darf ich versichern, dass das nach dem jüdischen Mäzen James Simon benannte Galeriegebäude im Entstehen ist. Der Grundstein soll im Herbst dieses Jahres gelegt werden, dann geht es zügig voran", zeigt sich Parzinger optimistisch.

Vorsichtig äußerte sich der Stiftungspräsident über Pläne, die Gemäldegalerie vom Kulturforum im Tiergarten auf die Museumsinsel zurückzuholen, wo sie sich vor dem Zweiten Weltkrieg befand, und sie damit wieder in die Nähe der Skulpturensammlung zu rücken. Wenn die Gemälde nicht zur Museumsinsel umziehen, wäre ein Neubau für die Kunst der Moderne am Kulturforum nötig. Über das Für und Wider werden derzeit Studien erstellt und dem Stiftungsrat sowie der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt.


Helmut Caspar / HC
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