Briefmarken taugen kaum als Wertanlage

Das Sammeln von Briefmarken hat ein angestaubtes Image. Einzelne Marken erzielen bei Auktionen aber Rekorderlöse.

Doch davon sollte man sich nicht blenden lassen. Denn als Wertanlage taugen Briefmarken nur bedingt. "Man sollte das Sammeln lieber als Hobby betreiben", rät Uwe Decker, Präsident des Bundes Deutscher Philatelisten (BDPh). Zwar könnten bekannte Marken wie etwa der Sachsen-Dreier in sehr guter Qualität eine Wertanlage sein, weil sie relativ preisstabil sind und noch Entwicklungspotenzial haben. Zu beachten sei aber: Briefmarken haben keinen geregelten Marktpreis, im Gegensatz etwa zu Gold. "Im Einkauf liegt der Gewinn. Wer zu viel Geld ausgibt, wird die Marke nie gewinnbringend verkaufen", erläutert Decker.

Aktuell tendieren Sammler laut Decker zu Qualität und Spezialisierung, "etwa gute Zähnungen, sauber lesbare und mittig gesetzte Stempel oder Belege mit besonderen Versendungsformen". Gerade Marken aus den Sammelgebieten Alt-Schweiz, Alt-Deutschland sowie den deutschen Kolonien in Top-Qualität seien im Moment gefragt.


dpa-Magazin / mag
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