Qualität spiegelt sich im Preis

Je nachdem, wo Verbraucher ihr Kaffeepulver kaufen, können sich die Preise deutlich unterscheiden.

Während im Supermarkt oft Packungen für unter vier Euro zu haben sind, können in spezialisierten Geschäften schnell sechs oder mehr Euro fällig werden. Das hängt mit der Herstellung der angebotenen Ware zusammen. Für sogenannte Spezialitäten-, aber auch für Bio- oder Fairtradekaffees werden die Kaffeekirschen, in denen die Bohnen sitzen, in der Regel von Hand geerntet. Das habe den Vorteil, dass nur reife Kirschen verarbeitet werden, sagt Sigrun Haegele vom Forum Fairer Handel. Das mache sich später am Geschmack bemerkbar.Dagegen kommen im konventionellen Kaffeeanbau auf großen Farmen vor allem Pflückmaschinen zum Einsatz, erläutert der Deutsche Kaffeeverband. Schlechte Kirschen werden nicht unbedingt aussortiert.

Ihr unverwechselbares Aroma erhalten die Bohnen erst durch das Rösten. Industrielle Röstungen dauern meist zwischen 1,5 und 7 Minuten und erfordern hohe Temperaturen. Dagegen werden die Bohnen für Spezialitätenkaffees 18 bis 22 Minuten lang geröstet und benötigen niedrigere Temperaturen.

Beim langsameren und längeren Rösten verlieren die Bohnen laut Haegele mehr Wasser und dadurch Gewicht. So sei zwar die Ausbeute geringer, aber Geschmacksintensität und Magenfreundlichkeit solcher Kaffees größer. Und das erklärt auch den höheren Preis.


dpa-Magazin / mag
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