Unser neuer Spieltipp: "Augustus"

Augustus war der erste Kaiser Roms. Wer als sein Konsul ernannt werden wollte, benötigte dazu die Unterstützung einflussreicher Senatoren und musste die Kontrolle von Provinzen erlangen, um die erforderlichen Reichtümer anhäufen zu können.

Was zu Christus Zeiten ein äußerst aufwändiges Unterfangen war, lässt sich am Spieltisch deutlich entspannter angehen. Denn "Augustus" entpuppt sich als eine Art "Bingo" mit Köpfchen, bei dem jeder zu einem Gutteil seines Glückes Schmied sein kann.Alle starten mit drei Karten, die Senatoren oder Provinzen des Römischen Reiches zeigen. Um die Effekte einer Karte nutzen zu können, müssen die darauf vermerkten Legionen zusammengestellt werden.

Darüber, welche Legionen ins Spiel kommen, entscheiden Mobilisierungsmarker, die von einem Teilnehmer einzeln aus einem Beutel gezogen werden. Auf welcher Karte man sie dann platziert, bleibt jedoch jedem selbst überlassen.

Sobald ein Spieler alle Legionen für eine seiner Karten beisammen hat, darf er diese ablegen und sich eine neue aus der Auslage nehmen, die ihm für seine Pläne am passendsten erscheint.

Manche Karten haben einmalige, andere dauerhafte Wirkungen, während eine dritte Sorte nur bei Ende der Partie Punkte bringt, dafür dann aber besonders viele. Da es auch für die frühzeitige Erfüllung bestimmter Kartenkombinationen Sonderpunkte gibt, will gut überlegt sein, welche Aufgaben man wählt und in welcher Reihenfolge man sie zu erfüllen versucht.

Dabei ist auch zu bedenken, dass die Anzahl der verschiedenen Mobilisierungsmarker differiert - anders als beim Glücksspiel "Bingo", wo jede Zahl genau einmal vorkommt und die Spieler ganz auf Fortunas Gnade hoffen müssen.

"Augustus" von Paolo Mori; Hurrican; für zwei bis sechs Teilnehmer ab zehn Jahren; Spieldauer: 45 bis 60 Minuten; Preis: circa 32 Euro.
Jochen Corts / L.U. Dikus
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