Wein und Speisen richtig kombinieren

Weißer oder Roter zum Essen? Wichtig sei die Frage, wie viel Tannine der Wein enthält. (Foto: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann)

Wer Wein zu einem Essen aussucht, sollte sich an der Zubereitungsart orientieren.

Entscheidend bei der Wahl des Weines ist nach Angaben der Sommelière Caro Maurer das Tannin, der Gerbstoff vor allem im Rotwein. Es zieht die Mundschleimhaut zusammen. Kräftige Gerichte wie ein Schmorbraten oder Fettreiches wie Schokolade mildern diese Wirkung. "Sie verteilen sich wie ein schützender Film im Mund", erklärt Maurer, die erste Frau in Deutschland, die den begehrten Titel "Master of Wine" des gleichnamigen Instituts in London trägt.Weniger fettreiche Speisen wie Fisch oder Gemüse vertragen sich schlechter mit dem Tannin. Sie reagierten darauf mit einem metallischen Beigeschmack. Wenn Rot, dann rät sie hier zu einem Pinot Noir. Grundsätzlich ist Maurer zufolge die Farbe weniger wichtig. So empfiehlt sie zu gegrilltem Thunfisch beispielsweise einen leichten Roten wie einen Spätburgunder. Er passt besser als ein zarter Weißer.

Einem gegrillten Steak steht hingegen durchaus auch ein körperreicher Chardonnay aus der Neuen Welt. Bei allem, was gebraten, gegrillt, frittiert oder geräuchert wird, sollte der Wein im Barrique ausgebaut sein. Sind die Aromen der Speisen allerdings sauer oder bitter, sind Schaumweine ideal. Dessen Kohlensäure reinige den Gaumen, erläuterte Maurer auf der Fachmesse ProWein in Düsseldorf.


dpa-Magazin / mag
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