"Dracula - Die dunkle Seite der Nacht" im Theater der Letzten

Theatralisch-effektvoll und schaurig-schön: Szene aus "Dracula - Die dunkle Seite der Nacht". (Foto: TdL/Cama K.)

Moabit. Der wohl berühmteste Vampir der Literaturgeschichte kommt in Moabit auf die Bühne. Am 6. November feiert das Theater der Letzten (TdL) im Fabriktheater, Lehrterstraße 35, die Premiere seines neuesten Stücks: "Dracula - Die dunkle Seite der Nacht".

Nach vielen hundert Jahren Einsamkeit in den Karpaten kehrt Dracula nach London zurück. Sein Ziel ist die Weltherrschaft. Dafür verführt er Frauen und unterwirft Männer. Doch die tapfere Mina und die tatkräftigen Jonathan, Dr. Seward, Lord Holmwood und Professor von Helsing leisten Widerstand. Sie wollen die Bestie ein für allemal besiegen. Ob sie es schaffen und die schöne Lucy noch retten können, die bereits die Schwelle zum Reich des Untoten überschritten hat, soll hier nicht verraten werden.

Regisseurin Nikola Hecker hat sich des populären Stoffes von Bram Stoker angenommen und geht unter Verwendung eines weiteren Textes von Jutta S.C. Kröhnert der Frage nach, was Vampirismus und die Figur des Dracula in der heutigen Gesellschaft eigentlich bedeuten, und ob wir wirklich ewig leben wollen, wie es uns die Werbung für Versicherungen und Anti-Aging-Produkte nahe legt. Zuvorderst aber hat das TdL-Ensemble am blutigen Stoff die Freude am theatralisch-effektvollen Schauergeschichtenerzählen gereizt. Dabei wird Altbekanntes in "frische Kleider" gesteckt.

"Dracula - die dunkle Seite der Nacht" ist Nikola Heckers fünfte Inszenierung für das Theater der Letzten, ein Zusammenschluss von Profi- und Amateurschauspielern, die über nunmehr elf Jahren seit der Gründung in wechselnder Besetzung zehn Stücke gespielt haben. Mit Cocteaus "Die menschliche Stimme" war das TdL 2008 beim 100-Grad-Festival im Hebbel am Ufer (HAU) zu Gast.

Der Vorhang für "Dracula - Die dunkle Seite der Nacht" hebt sich am Premierentag wie auch zu den weiteren Aufführungen am 7. und 8., 14. bis 16., 21. bis 23. und 28. bis 30. November um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8 und 12 Euro.

Weitere Informationen unter www.theater-der-letzten.de.

Karen Noetzel / KEN
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