Moabiter Energietag: die neuesten Trends und Modelle

Moabit. "Energiethemen gewinnen für immer mehr Unternehmen an Bedeutung", sagte Olaf Moll zur Begrüßung der Aussteller und Besucher des 3. Moabiter Energietages.

"Unternehmer stellen für Unternehmer aus und zeigen, was sie können", brachte es das Vorstandsmitglied des Unternehmensnetzwerks Moabit auf den Punkt. Dessen Arbeitsgruppe "Green Moabit" hat den Energietag initiiert. Unter dem Motto "Watt sparen - Watt bewegen" fand er in diesem Jahr auf dem Gelände und in Räumen des Logistig-Dienstleisters Behala im Westhafen statt.

Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr war die Einsparung von Energiekosten. Begleitet von Vorträge und Aktionen präsentierten sich mehr als 30 Start-ups und etablierte Unternehmen. Kosten spare man auch mit klugen Ideen, etwa durch Kontrolle und Steuerung des Energieverbrauchs Zuhause oder im Betrieb, durch Kaufberatung für umweltschonende Produkte oder mit neuen Antriebsformen, erläuterte Olaf Moll. Zu Letzerem bot die Elektrofahrzeugflotte vom Pedelec bis zum Elektro-Müllkipper der BSR reichlich Anschauungsmaterial. Der BSR-Laster beispielsweise hat den Wettbewerbsvorteil, rund um die Uhr einsatzbereit zu sein. Auch nachts. Denn er fährt leise.

Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler dankte den Veranstaltern des Energietags für ihr Engagement: "Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, deren Erfolg sich aus vielen Aktivitäten speist." Das Land Berlin habe am Wettbewerb der Bundesregierung zur Elektromobilität teilgenommen und auch den Zuschlag als eine von vier Modellregionen erhalten, wo in einem größeren Praxistest die Verlässlichkeit von Elektro-Autos und -Fahrrädern erforscht werde. "Wir brauchen aber auch viele kleine Projekte, bei denen Unternehmen kosten- und umweltbewusst umdenken."

Mit Blick auf die Zukunft haben Elektro-Fahrzeuge wesentliche Vorteile, ist der Staatssekretär überzeugt. "Sie sind mit erneuerbaren Energien zu betreiben." Sie verursachten keinen Lärm und keine Abgase. Sie hätten aber auch einige kleine Nachteile. "Man muss sie regelmäßig aufladen. Die Batterietechnik ist noch entwicklungsfähig. Wir brauchen entsprechende Ladestationen. Um das alles müssen wir uns kümmern", so Christian Gaebler weiter.

Die Leistungsschau zeige, "was alles geht oder künftig gehen könnte", freute sich Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU). Der Bezirk sei gerade dabei, Elektromobilität zu erproben. So sei das Ordungsamt mit einem weißen E-Golf unterwegs. Und das Bezirksamt überlegt, "hundertprozentige E-Autos" kostenlos parken zu lassen. "Um auch Privatleuten einen Anreiz zu geben, auf Elektro-Autos umzusteigen", erläuterte Spallek. Die seien heute ja leider in der Anschaffung und im Betrieb noch recht teuer. Bisher stehe diesem Plan allerdings noch die Bundesgesetzgebung im Wege.


Karen Noetzel / KEN
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