Bürgerdialog über Erfolge und unerfüllte Wünsche

Die Uhr am S-Bahnhof Wartenberg tickt wieder, und auch für den Ticketverkauf ist ab Juni im Lotto-Toto-Laden gesorgt. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Beim jüngsten Bürgerdialog im Ortsteil sprach der Abgeordnete Danny Freymark (CDU) mit zahlreichen Gästen über gelöste und noch ungelöste Probleme am S-Bahnhof Wartenberg und in der Siedlung Margaretenhöhe.

Wie schwierig es sein kann, eine Uhr zum Ticken zu bringen, das weiß der Abgeordnete Danny Freymark (CDU). Der S-Bahnhof Wartenberg wird von der Deutschen Bahn eher stiefmütterlich behandelt, weshalb die Uhr am Eingang lange Zeit stillstand. Erst ein Gespräch mit S-Bahn-Chef Peter Buchner sorgte für Abhilfe. "Die Uhr tickt wieder", sagte Freymark zufrieden beim Bürgerdialog Ende April. Der in Hohenschönhausen aufgewachsene Politiker hat schon oft versucht, Probleme in seinem Wahlkreis zu lösen. Ein großes ist die noch immer fehlende Möglichkeit, Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr am Bahnhof Wartenberg kaufen zu können. Auch hier gab es ein zähes Ringen: "Die Lösung wäre ein Ticketautomat, weshalb ich viele Gespräche mit den Einzelhändlern am S-Bahnhof Wartenberg und mit der Deutschen Bahn geführt habe", so Freymark. Zunächst erfolglos. Eine Lösung boten schließlich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an. "Noch im Juni wird ein Fahrscheinautomat aufgestellt", bestätigte Rainer Paul, Lichtenberger Bezirksmanager der BVG, beim Bürgerdialog. Auch das Warten auf die Busse der Linie 256 an der Neubrandenburger Straße soll angenehmer werden. "Wir wollen die Bus-Haltestelle mit einer Wartehalle ausstatten", kündigte Rainer Paul an. Es handelt sich allerdings um eine Wartehalle ohne Seitenteile. Sie schützt nicht so sehr vor Wind, dafür aber vor Regen. Wann das Wartehäuschen installiert werde, sei jedoch noch unklar. "Im Moment läuft eine Ausschreibung, da wir berlinweit noch viele Haltestationen mit Wartehallen ausstatten wollen", sagt Paul.

Beim Bürgerdialog wiesen Anwohner auch auf weitere Probleme hin, die sie in naher Zukunft gerne gelöst hätten. So fehlt bis heute eine Anbindung der Siedlung Margaretenhöhe durch Bus oder Bahn. "Der Wunsch ist aktuell leider nicht umzusetzen", so Rainer Paul. Es gäbe zwar theoretisch die Möglichkeit, die Buslinie 256 zwischen Margaretenhöhe und Wartenberg zu teilen, doch würde das eine schlechtere Anbindung an Wartenberg bedeuten. Der Einsatz von kleinen Bussen sei zu teuer und für einen normalen Bus gäbe es keine Wendemöglichkeit.

Einer Lösung harren die Bewohner der Margaretenhöhe denn auch bezüglich des illegalen Mülls, der regelmäßig am Eingang der Wartenberger Feldmark aufgefunden wird. Sowohl die Initiative Berliner Luft als auch das Kiezaktiv Neu-Wartenberg haben sich schon häufig beim Ordnungsamt beklagt. Doch bislang konnte das Amt der wiederkehrenden Vermüllungswut wenig entgegensetzen.


Karolina Wrobel / KW
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