Estrel Hotel baut einen Wolkenkratzer an der Sonnenallee

Hotelchef Ekkehard Streletzki (li) und Bürgermeister Heinz Buschkowsky präsentierten vergangene Woche die Pläne für den Estrel-Tower. (Foto: KT)

Neukölln. Der Bezirk bekommt ein neues Wahrzeichen: den Estrel-Tower. Damit will Hotel-Eigentümer Ekkehard Streletzki ganz neue Maßstäbe setzen.

Das Estrel Hotel soll mit dem 176 Meter hohen Neubau an der Sonnenallee 225 zum Eingangstor für den Bezirk Neukölln werden. Nach seiner Fertigstellung wird der Estrel-Tower das höchste Hotel Deutschlands und zugleich das zweithöchste Gebäude in Berlin sein. Nur der Fernsehturm mit seinen 368 Metern überragt dann noch den Turm des Estrel Hotels.

Für den Wolkenkratzer hatte das Hotel einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich sechs Architektenbüros beteiligt haben. Der erste Preis ging ans Berliner Architektenbüro Barkow Leibinger. Dessen Entwurf sieht vor, zum bestehenden Hotel auf der gegenüberliegenden Seite der Sonnenallee den Turm mit 814 Zimmern zu errichten.

"Gegenüber war ein Grundstück frei", sagt Hotelchef Ekkehard Streletzki. "So kam die Idee auf, uns zu vergrößern. Schließlich passiert es häufiger im Jahr, dass wir zu wenige Zimmer haben." Der Hotel-Eigentümer und Unternehmer möchte seinen Gästen einen ganz neuen Gebäude-Komplex anbieten, denn auch die Kongressflächen werden vergrößert. Schließlich wollen viele Veranstalter von Messen, Kongressen und anderen Events heute alles unter einem Dach anbieten: von Ausstellungs- und Schulungsräumen über Zimmer für die Teilnehmer bis hin zu deren Verköstigung.

Das Estrel Convention Center hat sich bereits einen Namen gemacht - als Domizil für große Musikshows, Kongresse und technische Ausstellungen. Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) ist vom Wolkenkratzer-Projekt ganz begeistert. "Das Estrel wird in diesem Jahr 20 Jahre alt", so Buschkowsky. "Es hat neue Maßstäbe in der deutschen Hotellandschaft gesetzt." Seit acht Jahren werde nun bereits über den Estrelpark gesprochen. Jetzt rücke diese Idee endlich in greifbare Nähe. Denn auch die Außenanlagen werden neu gestaltet.

Die Hotelgäste gelangen künftig unter der Brücke der Sonnenallee durch einen Verbindungsgang in den alten Hotelkomplex. "Für Neukölln bedeutet es, dass Gäste einen ganz neuen ersten Eindruck von unserem Bezirk bekommen", so Buschkowsky. Der Bürgermeister lobte bei der Vorstellung der Tower-Pläne in der vergangenen Woche die gute Arbeit, die im Ausbildungshotel des Estrel geleistet werde.

Nachdem die Pläne nun der Öffentlichkeit präsentiert worden sind, beginnen die konkreten Planungen. Hotel-Chef Ekkehard Streletzki hofft darauf, dass diese bis zum Jahresende abgeschlossen sein können. Erst dann will er auch konkrete Termine für den Start und die avisierte Fertigstellung des Bauvorhaben sowie die genauen Kosten nennen.

Heinz Buschkowsky ist zuversichtlich, dass der Neubau am Estrel Hotel "ein wichtiger Standort für neue Arbeitsplätze im Bezirk wird." Ein solches Hotel brauche zudem eine gute Anbindung an die Autobahn und den Flugplatz. Attraktiv für die künftigen Hotelgäste werde auch die Nähe zum Schifffahrtskanal sein.


Klaus Tessmann / KT
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