Große Teile der Bühne im Heimathafen zerstört

Stefanie Aehnelt beaufsichtigt die Bauarbeiten. Auf der Galerie werden neue Scheinwerfer montiert. (Foto: KT)

Neukölln. Am 15. Februar hat es zum Ende der Revue "Fujiama Nightclub" auf der Bühne im Heimathafen gebrannt. Inzwischen sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange.

Eine Woche nach dem Brand teilte die Geschäftführerin Stefanie Aehnelt mit, dass die Bauaufsicht den Saal wieder frei gegeben hat. Es können alle Veranstaltungen stattfinden, bei denen die große Bühne nicht benötigt wird. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist immer noch nicht vollständig geklärt. "Wir können es nicht genau nachvollziehen", erklärte Stefanie Aehnelt. "Im Laufe der Show hat sich ein Scheinwerfer verschoben." Durch die Hitze wurde der Vorhang entzündet. Zum Glück war es zum Ende der Show und es traten gerade zwei Beat Boxer auf. Stefanie Aehnelt lobt die beherzte Reaktion von Phil und Mandu. Die beiden jungen Künstler haben sofort versucht, die Flammen zu löschen. "Wir haben dann noch versucht die Flammen mit dem Feuerlöscher zu bekämpfen", erklärte Aehnelt, doch das sei nicht gelungen. So wurde schließlich der Feueralarm ausgelöst und der eiserne Vorhang fiel.

"Das Publikum hat sehr ruhig reagiert", betonte die Geschäftsführerin, so konnten alle 250 Besucher der Vorstellung und die 30 Mitarbeiter den Heimathafen über die Notausgänge verlassen. Es wurde niemand verletzt. Für die Veranstalter war es von Vorteil, dass nur zwei Künstler auf der Bühne waren und keine große Band. Der Brand hat große Teile der Bühne zerstört. "Das Innenportal ist auf der einen Seite abgebrannt, der Schutzvorhang ist beschädigt worden", erläutert Aehnelt die Schäden. Die Bühnentechnik, Scheinwerfer und die Elektrik auf der rechten Seite wurden zerstört. Über die genauen Schäden gibt es derzeit noch keinen Überblick. Die zehn Meter tiefe Bühne wurde inzwischen mit einer provisorischen Wand abgetrennt, so dass nur noch die schmale Vorbühne für Veranstaltungen genutzt werden kann. "Wir hoffen, dass wir bald wieder spielen können", sagte Stefanie Aehnelt. Die großen Veranstaltungen wurden an andere Bühnen verlegt. Die Geschäftführerin bedankte sich vor allem bei den Kollegen der Neuköllner Oper, die am Wochenende nach dem Brand eine Veranstaltung übernommen hatten. Weitere Veranstaltungen werden ins Babylon (Mitte) oder ins Huxleys Neue Welt verlegt. Die Studiobühne wird weiter bespielt, dort fand auch planmäßig eine Premiere statt.

Stefanie Aehnelt hofft darauf, dass alle Probleme schnell mit den Sachverständigen geklärt werden können, so dass die Bauarbeiten auf der Bühne zügig beginnen können.

Veranstaltungen im Studio finden wie geplant statt, die Veranstaltung vom 1. März "Buddy Ogün" wird auf einen späteren Termin verschoben, "Ein Gespenst geht um in Europa..." am 2. März findet wie geplant statt, "Ron Sexsmith" am 3. März wird ins Babylon verlegt. Infos über alle Veranstaltungen unter www.heimathafen-neukoelln.de

Klaus Tessmann / KT
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