Veranstalter sammeln Spenden für Strohballenfest

Nikolas Felgendreher, Norbert Kleemann, Christina Herden und Rico (v. li.) ziehen mit Sammelbüchsen durch Neukölln und andere Bezirke. (Foto: Martin Böck)

Neukölln. In diesem Jahr soll zum 14. September das 180. Rixdorfer Strohballenrollen stattfinden. Da es in diesem Jahr aber kaum noch Fördergelder für das "rasanteste Dorffest der Stadt" gibt, benötigen die Veranstalter dringend Spenden.

Popráci ist eine Hommage an Rixdorf, ein Nachbarschaftsfest, auf dem sich jedes Jahr wieder zeigt, dass in Rixdorf auch heute noch Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern miteinander leben und feiern können. Zwar hat es den friedensstiftenden Wettbewerb zur Annäherung zwischen Rixdorfern und eingewanderten Böhmen vor 180 Jahren tatsächlich nie gegeben. Zur Tradition ist Popráci heute aber durchaus geworden, denn 4000 Besucher kommen jedes Jahr und sogar eine Mannschaft der tschechischen Partnerstadt Usti nad Orlici nimmt immer an den Wettbewerben teil.Der tschechische Botschafter Rudolf Jindrák eröffnet Popráci am 14. September als Schirmherr, diesmal mit Kulturstadträtin Franziska Giffey (SPD). Zuvor müssen aber mindestens 30 000 Euro zusammen kommen.

Diese Summe benötigen die beiden Veranstalter, die Vereine Kommunikation- und Medienarbeit (KoMed) e. V. und traumpfad e. V. unter anderem für den Transport der Strohballen, für Ausstattung, Bühne und Honorare der auftretenden Musiker und Künstler. "Auch Sachmittel können wir gut gebrauchen, wie Preise für die Gewinner", sagt Christina Herden von traumpfad e V.. Außerdem sind noch viele Hände von ehrenamtlichen Helfern nötig.

Jeder Spender wird auf der Facebook-Seite erwähnt und erwirbt ein Stück Popráci. So sind beispielsweise Sitzplätze mit guter Sicht auf den Wettbewerb zu ergattern, bei dem bis zu 40 Mannschaften in originellen Kostümen riesige Strohballen einmal rund um den Richardplatz rollen.

Dazu gibt es ein großes Rahmenprogramm mit Modenschau, Kinderfest, Seniorensalon, kulinarischen Spezialitäten sowie Live-Musik und Kunsthandwerkermarkt. In den ersten fünf Jahren war Popráci vom Quartiersmanagement aus Mitteln des Programms Soziale Stadt finanziert worden, das ist nun nicht mehr möglich. "Jetzt sind die Neuköllner gefragt, zum Erhalt dieses Festes beizutragen", sagt Norbert Kleemann, Geschäftsführer von traumpfad e.V.. Seit einigen Tagen schon geht der Mitbegründer von Popráci zusammen mit Vereinsmitgliedern durch Neukölln mit einer Spendenbüchse, auch andere Bezirke werden sie besuchen. Kleemann appelliert an alle Freunde des Festes: "Auch kleine Beiträge machen den Ballen rund. Jeder Euro zählt!"

Weitere Infos im Internet unter www.popraci.de.

Slyvia Baumeister / syri
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