Neue Kita an der Hermann-Hesse-Straße eröffnet

In der alten Villa (links) und im modernen Anbau (rechts) an der Hermann-Hesse-Straße werden künftig 120 Kinder betreut. (Foto: BW)
 
Eine Tanzgruppe der Pankower Früchtchen gratulierte zur Kita-Eröffnung in der Hermann-Hesse-Straße mit einem lateinamerikanischen Tanz. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Die Kita Eins der "Pankower Früchtchen" hat ein neues Zuhause. Eröffnet wurde es vor wenigen Tagen in der Hermann-Hesse-Straße 45/47. Auf dem Grundstück stand viele Jahre eine alte Villa. Diese wurde nun von Grund auf saniert.

An dieser Villa entstand außerdem ein dreistöckiger, moderner Anbau. In diesem Doppelgebäude finden 120 Kinder der Kita Eins Platz. Noch nicht ganz fertig ist der Außenbereich. Dort ist bereits Rasen gesät, der in den nächsten Wochen aber noch sprießen muss. Zu nutzen sind indes schon Buddelkasten und Schaukeln. An einem großen neuen Holzspielgerät wird zurzeit noch gearbeitet. Bis Ende des Jahres werden aber alle Bauarbeiten beendet sein. Insgesamt 3,8 Millionen Euro investieren die Pankower Früchtchen in die neue Kita Eins."Wir bauten sie unter bewährter Bauleitung von Andreas Patzer. Mit ihm hatten wir schon den Tabakspeicher an der Hadlichstraße zur Gemeinschaftsschule umgebaut und sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärt Carmen Urrutia, die Geschäftsführerin der Pankower Früchtchen. Er konzipierte für Villa und Neubau acht moderne Gruppenräume, eine Vollküche und einen Speiseraum, Werkstätten, einen Bewegungsraum und eine Sauna.

Mit dem Bau der Kindertagesstätte geht der Bildungsträger seinen vor zehn Jahren eingeschlagenen Weg kontinuierlich weiter. Seinerzeit gründeten Carmen Urrutia und weitere Eltern den Förderverein Pankower Früchtchen für die Grundschule in Wilhelmsruh. Die Eltern organisierten zunächst künstlerische Werkstätten für den Hort. Wenig später entschlossen sie sich, den Hort in eigene Regie zu übernehmen. Das gelang mit Unterstützung des Bezirksamtes. Kaum war der Hort an den Start gegangen, zog die Grundschule in ein anderes Schulhaus um. "Plötzlich hatten wir das ganze Gebäude. Für uns hieß es nun, auch die Sanierung Hauses zu organisieren", erinnert sich Carmen Urrutia.

Danach wurde ein Konzept für eine eigene Grundschule in freier Trägerschaft entwickelt. Diese eröffnete vor sechs Jahren im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in der Berliner Straße 120. Danach bauten die Pankower Früchtchen, die inzwischen eine gemeinnützige Gesellschaft wurden, den benachbarten Tabakspeicher der früheren Zigarettenfabrik Garbáty an der Hadlichstraße als Schulstandort aus. Das ermöglichte der Schule, vor zwei Jahren die erste Gemeinschaftsschule in freier Trägerschaft in Pankow zu gründen.

In diesem Schulgebäude eröffnete zugleich die Kita Eins. Die Gemeinschaftsschule ist aber derart gefragt, dass sie die von der Kita genutzten Räume dringend braucht. "Deshalb begaben wir uns auf die Suche nach einem neuen Standort für unsere Kita", erklärt Carmen Urrutia. Fündig wurde man an der Hermann-Hesse-Straße. Hier bauten die Früchtchen gleich so, dass sich die Zahl der Kita-Plätze um ein Viertel auf 120 erhöhte.

Zur Eröffnung der Kita kam auch der Pankower Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). Er freute sich, dass es in Pankow jetzt einen weiteren Kita-Neubau gibt: "Im Bezirk gibt es einen immensen Zuwachs an Kindern. Deshalb freue ich mich über jede Kita, die neu eröffnet wird und auch weitere Kita-Plätze anbietet."

Weitere Infos zu den Pankower Früchtchen gibt es auf www.pankower-fruechtchen.de.

Bernd Wähner / BW
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