Bürgerplattform: Verkehrssituation an der Wuhlheide entschärfen

Oberschöneweide. Ein Spiel in der Alten Försterei, ein Konzert auf der Kindl-Bühne und ein Familienwochenende im FEZ. Dann geht rund um die Wuhlheide verkehrsmäßig gar nichts mehr. Das muss sich ändern.

Das Thema stand auf der letzten Zusammenkunft der Bürgerplattform Berlin-Südost ganz oben auf der Liste. "Pro Jahr kommen rund zwei Millionen Besucher in die Wuhlheide, darunter 900 000 allein in den Mellowpark und das Union-Stadion. Der Fußballklub hat einmal 5000 Mitglieder befragt. Rund 46 Prozent von ihnen kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, 26 Prozent mit dem Pkw und nur 18 Prozent als Fußgänger oder Radfahrer", berichtet Olaf Sonnenberg von der katholischen Gemeinde St. Josef, die Mitglied der Bürgerplattform ist.

Nach seiner Auffassung könnte man bereits mit kurzfristigen Maßnahmen die Verkehrssituation verbessern. "Dazu gehören eine bessere Ausschilderung von Parkmöglichkeiten und Verstärkerfahrten der Straßenbahn zu Veranstaltungs- oder Spielende", sagt Sonnenberg. Den für Stadtentwicklung verantwortlichen Stadtrat Rainer Hölmer weiß die Bürgerplattform auf ihrer Seite. Der SPD-Politiker ist ständiger Gast ihrer Veranstaltungen.

Trampelpfad umbauen

"Die Ausschilderung von Parkplätzen sehe ich skeptisch, weil es einfach nicht genug Parkmöglichkeiten im Umfeld der Wuhlheide gibt. Wir brauchen aber unbedingt eine leistungsfähigere Haltestelle der Tram an der Alten Försterei und suchen deshalb das Gespräch mit der BVG und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt", sagt Stadtrat Hölmer. Andere Mitglieder der Bürgerplattform favorisieren einen weiteren Zugang von der Straßenbahn in die Wuhlheide. "An der Haltestelle Nixenstraße könnte der Trampelpfad zum offiziellen Eingang umgebaut werden", meint Angelika Lessnik vom Verein Pro Wuhlheide. Die technische Leiterin der Kindl-Bühne kennt die Probleme vor Ort aus eigener Anschauung.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation um die Wuhlheide werden Bürgerplattform, 1. FC Union und der Bezirk weiter im Gespräch bleiben.


Ralf Drescher / RD
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