Bündnisgrüne regen die Pflanzung von Obstbäumen in Grünanlagen an

Pankow. Wenn künftig neue Bäume und Sträucher in Parks und anderen Grünanlagen des Bezirks gepflanzt werden, dann sollten deren Früchte auch essbar sein.

Diesen Antrag stellten die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) unter dem Stichwort "Essbarer Bezirk Pankow". Gemeinsam mit der BVV, Fachverbänden, Initiativen und Bürgern solle ein Konzept für den Bezirk entwickelt werden, fordert die Fraktion. Das Bezirksamt solle einen öffentlichen Workshop zu diesem Thema organisieren. Zu diesem müssten Fachleute aus Verbänden und Bürger eingeladen werden. Unter anderem könnten Initiativen und Einrichtungen wie Mundraub.org, Freiobst Pankow, die Gartenarbeitsschule oder die Grüne Liga Berlin teilnehmen. Gemeinsam sollte geklärt werden, welche Grünanlagen, Spielplätze oder Schulhöfe für Obstbäume und Beerensträucher infrage kämen. Des Weiteren könnten Kosten, Schutz vor Vandalismus sowie Bürgerbeteiligung diskutiert werden.

Auch wenn die Idee erst einmal sehr ungewöhnlich klingt, es gibt bereits Kommunen, die sie umsetzen. "Die Stadt Andernach hat es vorgemacht", erklärt Elisa Pfennig von den Grünen. "Auch in Friedrichshain-Kreuzberg wurde die Idee im Frühjahr 2013 aufgegriffen und ist bereits in der Umsetzung." Nun sollte sie in Pankow auf fruchtbaren Boden stoßen.

"Wie schön wäre es doch, einfach vor die Haustür zu treten und sich einen Apfel vom Baum zu pflücken", so Elisa Pfennig. "Und die Kinder erleben auch gleich, dass Äpfel nicht im Laden wachsen, nicht alle gleich groß, gleich rund oder gleich rot sind." Seit einigen Jahren setzten sich verstärkt Initiativen für den Nahrungsmittelanbau in Städten ein. "Urban Gardening" oder auch "Urban Farming" bringe viele Vorteile mit sich. Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt und Umweltbildung gehörten ebenso dazu wie die verstärkte Einbindung der Nachbarschaft in ihren Kiez und die stärkere Kommunikation untereinander, erklärt Elisa Pfennig weiter. Die BVV beschloss, diesen Antrag im Ausschuss für Umwelt und Naturschutz ausführlich zu beraten.


Bernd Wähner / BW
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