Zuschuss vom Land: Stadtteilzentrum kann weiter wachsen

Thomas Daebel (links) erläutert im zu sanierenden Gebäude dem Pankower Abgeordneten Torsten Schneider die Ausbaupläne. (Foto: BW)

Pankow. Das Stadtteilzentrum Pankow kann erweitert werden. Auf Antrag des Pankower Abgeordneten Torsten Schneider (SPD) beschloss der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses, dass das Land im kommenden Jahr dafür einen Zuschuss von 400 000 Euro bereitstellt.

Dieses Geld soll in den Ausbau des noch nicht sanierten Gebäudeflügels in der Schönholzer Straße 10 fließen. Der Gebäudekomplex auf diesem Grundstück besteht aus drei Häusern. Das linke ist der Verwaltungssitz des Vereins Bürgerhaus. Dieser betreibt im Bezirk mehrere Kitas, das Amtshaus Buchholz und ist mit verantwortlich für das Stadtteilzentrum Pankow. Dieses befindet sich im mittleren Gebäude. Das Haus wurde vor rund fünf Jahren saniert. Es hat drei Trägervereine. Der Humanistische Verband betreibt dort unter anderem sein Internetcafé Weltenbummler und seine Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe. Das Frei-Zeit-Haus Weißensee ist mit seiner Freiwilligenagentur für Pankow vor Ort. Und Bürgerhaus nutzt es als Nachbarschafts- und Familienzentrum. Noch unsaniert ist indes das rechte Gebäude. Zurzeit ist es ein Lager für Kita-Möbel. Von Anfang an stand jedoch fest, dass auch dieses Gebäude saniert werden soll. Was bislang fehlte, war die Finanzierung für dieses Vorhaben. Inzwischen hat sich das Stadtteilzentrum Pankow hervorragend entwickelt. Jede Woche wird es von über 1000 Menschen besucht. Es platzt quasi aus allen Nähten. Die Raumnot ist groß. Gleichzeitig kommen immer neue Angebote hinzu.

Der Abgeordnete Torsten Schneider kannte das Problem. Bei den aktuellen Haushaltsberatungen für 2014 im Abgeordnetenhaus sah er die Chance, die anderen Hauptausschussmitglieder von einem Haushaltstitel zu überzeugen, der dem weiteren Ausbau des Pankower Stadtteilzentrums zugute kommt. So wurde beschlossen, dass die nötigen 400 000 Euro Landeszuschuss in den Haushalt eingestellt werden. Der Verein Bürgerhaus muss seinerseits weitere 200 000 Euro aufbringen, damit die mit circa 600 000 Euro veranschlagten Baukosten zusammenkommen.

Der Bürgerhaus-Geschäftsführer Thomas Daebel kann schon konkrete Ideen für das zu sanierende Gebäude präsentieren. Im Keller sowie auf zwei Etagen werden neue Gruppen- und Beratungsräume entstehen. Auf das bisherige Gebäude soll dann noch eine Etage aufgesetzt werden. In dieser ist ein großer Versammlungssaal mit 50 Quadratmeter Fläche geplant. Das gesamte Haus wird über den bereits bestehenden Fahrstuhl im Nachbargebäude erschlossen. Insgesamt werden nach der Sanierung etwa 450 Quadratmeter für das Stadtteilzentrum Pankow zur Verfügung stehen.

Die Mittel für die Investition sind zwar im Haushalt des Landes eingestellt, aber ehe sie freigegeben werden können, muss Bürgerhaus mit dem Bezirksamt einen Nutzungsvertrag aushandeln. In diesem muss die langfristige Nutzung der Immobilie für soziale Zwecke festgeschrieben werden. Ist dieser Vertag unterschrieben, fließen auch die Mittel und es kann mit dem Bau losgehen. "Mein Ziel ist es, dass das Haus Anfang 2015 in Betrieb geht", erklärt Thomas Daebel.


Bernd Wähner / BW
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