Rund 1000 Menschen wollten über den Spreepark mitreden

Die Diskussionsteilnehmer konnten ihre Ideen an Pinnwände heften. (Foto: Ralf Drescher)

Plänterwald. Der Spreepark interessiert auch rund 15 Jahre nach der Schließung viele Menschen. Zum ersten Bürgerdialog kamen rund 1000 Besucher.

Viele von ihnen nutzten die Chance, zum ersten Mal nach der Schließung 2001 einen Blick auf das Riesenrad oder die Reste von Bauten und Fahrgeschäften zu werfen. Bei der Registrierung für die Rundgänge bildeten sich lange Schlangen.

„Wir kommen mit einem weißen Blatt Papier. Wir praktizieren hier Stadtentwicklung von Unten und wollen die Entwicklung des Spreeparks nicht nur den Stadtplanern überlassen“, versprach Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) zum Auftakt.

Für einen attraktiven Park ohne Rummel setzt sich Bürgermeister Oliver Igel (SPD) ein: „Dabei spielen auch Verkehrsaspekte eine Rolle. Wir wollen nicht, dass ein größerer Teil der Besucher mit dem Auto in den Plänterwald kommt.“

In verschiedenen Arbeitsgruppen konnten die Besucher erste Ideen einbringen. Diese wurden auf Pinnwänden für alle Teilnehmer sichtbar befestigt. Manche Vorschläge waren auch gegensätzlich. So forderte ein Teilnehmer eine Hundeauslaufstelle, ein anderer eine hundefreie Zone. Gewünscht wurden aber auch fahrradfreundliche Zufahrtswege, eine Kinder- und Jugendbühne, freier Eintritt und sogar Platz für Freikörperkultur.

Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH und mit der Entwicklung des Spreeparks betraut, ist zufrieden. „Das Fazit fällt positiv aus. Besonders fielen die vielen jungen Besucher auf. Unser Bürgerdialog war von einer positiven und konstruktiven Grundstimmung getragen“, sagte er.

In den nächsten Monaten wird es zwei weitere Bürgerdialoge zum Spreepark geben. Im Herbst werden die Planer erste Gedanken vorstellen, und im Frühjahr 2017 soll der Masterplan für die Entwicklung des Areals auf dem Tisch liegen. RD
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